Schachszene beobachtet von Peule Beckmann

Peules Welt

Jezz, wo man ja nich mehr im CityCenter Schach spielt, da hat sich die Zene n bisken nach Westen verschoben. Auf Pluto – im Stadtteilzentrum von Bickern und Unser Fritz – giebs doch dat plattierte Openär-Schachbrett. Schön gelegen unter eine Eiche oder so. Bisse immer im Schatten und kannz sogar Plazz nehmen auf ne Bank, sozusagen direkt aufe Tribüne. Da bisse stez am Laufenden, wat so inne Welt los is. Deshalb hat Peule Beckmann sein Hauptquartier jez auf Pluto verlegt und wird dann und wann für den Schachticker berichten.

Hömma – dat is doch jedet Jahr dat Gleiche mit die Vereinsspieler! Wie auf Kommando sind im Juni/Juli nur noch die Mannschaftsaufstellungen Thema. Mir persönlich isset ja egal, ich spiel da, wo der Verein mich brauch – is schließlich kein Wunschkonzert! Kann doch nich sein, datt man et alle Aktören recht macht. Der Günna will mit den Eddi zusammen in eine Mannschaft – und auch noch dat Brett direkt neben ihn bespielen. Dafür soll aber der Gustav auf keinen Fall in dat selbe Tiem, weil der is ja n richtiga Krawallbruda – und außerdem hat der auch kein Kämpferherz (son ausgemachta Remisschieba). Der Hannes will übrigens nur an ein Mittelbrett spielen – auf kein Fall aufrücken wenn da vor ihn einer ma nich antreten kann. Wie man dat hinkricht – dafür ham wir doch ein Spielausschuss. Und dann dat ständige gekeife um den Mannschaftsführa. Alle wissn genau, wie der Job zu machen iss, aba keina willet machen. Hap keine Zeit, muss mich um die Blagen kümmern, meine Frau will dat nich, weiss nich wie dat geht und willet auch nich wissen. Nur „ich hab keine Lust“, dat sacht keina. Übrigens, wat is eigentlich mit die Neuen? Da weiss doch keina wat auf ein zukommt. Am besten sollte man eine Probezeit einführen. Passt der übahaupt zu uns und is der so stark wie gesacht wird? DWZ und Elo sind sowieso nur Glückszahlen. Erzähln kann man doch viel wenn der Tach lang is. Un Fraun warn stets ein Buch mit sieben Siegln – dat hat schon so mancha Schlaumeier festgestellt. Wie dat auch gedreht und gewendet wird – imma hasse son komischet Gefühl inne Magengegend. Watte auch machs, hinterher hammse alle schon vorher gewusst wat richtich is.

Wie gesacht, ich spiel ja da wo der Verein mich haben will – nur auf meine Gefühle sollte der etwas Rücksicht nehmen. Is kla ne!!!

Euer Peule

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Vereinsmeisterschaft 2013 – fünfte Runde ist ausgelost

In der gestern ausgespielten vierten Runde der Vereinsmeisterschaft im Normalschach ist es passiert! Das erste Remis konnte notiert werden – ein Zeichen für die Ernsthaftigkeit, mit der an den Brettern zur Sache gegangen wird. Keine taktischen Geplänkel. Die Strategie bei den meisten Akteuren lautet Sieg, oder Blut im Schuh. Das Remis zauberten die beiden punktgleichen Spitzenreiter Gerd Matrisch (Bild ganz links) und Oliver Distelrath (Bild halb links) aufs Brett. Eine hochinteressante Partie, die tot remis ausgespielt wurde, wobei Olli zwischenzeitlich leicht vorteilhaft agierte – schlussendlich aber nicht den finalen Gewinnweg fand. Durch dieses Resultat am Spitzenbrett schob sich die Führungsgruppe weiter zusammen. Die obere Hälfte des Teilnehmerfeldes ist nur durch einen halben Brettpunkt voneinander getrennt. Die Partien der nachsten Runde versprechen Spannung pur. Dann sitzen sich nämlich mit Distelrath v. Fischöder und Pohl, Mt. v. Matrisch, die härtesten Konkurrenten gegenüber. Jürgen Gössling ist spielfrei und hat damit schon jetzt ein Pünktchen auf der Habenseite. Die weiteren Begegnungen lauten Tober v. Nioduschewski und Koch, T. v. Czarnecki, G., wobei wahrscheinlich der eine oder andere Spieler den Anschluss ans Hauptfeld verlieren kann. Abschließend sei noch festgehalten, dass es jetzt erst mal in die Sommerpause geht. Die fünfte Runde der Vereinsmeisterschaft muss erst am 06.09.2013 abgeschlossen sein.

Turnierseite

Veröffentlicht unter Vereinsmeisterschaft | Schreib einen Kommentar

Damit My Linhs Traum wahr wird…

Schach-Ticker startet Spendenaktion für eine WM-Reise der talentierten deutsche Nachwuchsspielerin in die Vereinigten Arabischen Emirate

 

Von der diesjährigen deutschen Nachwuchs-Einzelmeisterschaften in Oberhof hat für die Besucher des Schach-Ticker My Linh Tran berichtet, die in der Königsklasse der Mädchen U18 Platz 5 belegte. Ihre erklärtes Ziel, endlich einen Einzeltitel in ihrem letzten Jugend-Jahr zu holen, hat sie damit zwar verfehlt, „aber immerhin habe ich mich trotzdem für die EM/WM qualifiziert, da ich noch Mitglied im Deutschen Kader bin. Der Deutsche Kader bietet für die Platzierung unter den Top 8 doch noch einen Platz für die EM/WM als Selbstzahler“.

 

Und genau da beginnt das Problem von My Linh, die ihren 18. Geburtstag am kommenden Sonnabend (15. Juni) feiert.

 Weiterlesen auf dem Schach-Ticker. Hier klicken.

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar