Ruhrhalbinsel Open 2026

Am langen Himmelfahrtswochenende (13. – 17.05.26) stand das traditionelle “Ruhrhalbinselopen” in Essen-Überruhr an. Gespielt wurden, wie in den vergangenen Jahren auch, 7 Runden an 5 Tagen im Zeitmodus 90 Minuten für 40 Züge + 30 Minuten für den Rest der Partie + 30s pro Zug. Am Donnerstagsfeiertag und am Samstag gab es  jeweils Doppelrunden, dieses Jahr allerdings eine Stunde später als in den letzten Jahren. Durch den Spielbeginn um 11 Uhr sollte den Spielern ein bisschen mehr Ehrholungszeit von den Partien Mittwoch- und Freitagabend gegeben werden. 

Insgesamt waren 15 Spieler von Unser Fritz am Start. Besonders erfreulich waren dabei zwei Dinge. Zunächst, dass Devonte Döring in Überruhr seine Turnierpremiere gab und mit 1,5 Punkten aus 6 Partien (1x spielfrei) abschließen konnte. Und Nico Lauenstein kam extra aus Plön in Schleswig-Holstein ins Ruhrgebiet, um mit uns das Schachwochende zu verbringen, auch wenn er durch die weite Reise die erste und letzte Runde aussetzen musste. 

Der Turnierverlauf an sich bot ansonsten bei unseren Spielern keine größeren Überraschungen. Besonders die erste Runde war sehr übel. Da neben Nico, Emre Demirörs die erste Runde ebenfalls aussetzen musste, befanden sich alle unserer Spieler in der unteren Hälfte der 180 Teilnehmer. Wir mussten somit alle gegen deutlich stärkere Gegner an die Bretter. Chris Engelmann bekam es beispielsweise an Brett 4 mit FM Ilyas Gutkin zu tun. Einzig Lukas Suberski konnte hier seinem knapp 500 Punkte stärkerem Gegner ein Remis abnehmen. Im Verlauf des Turniers gab es dann für alle unsere Spieler machbarere Gegner, sodass nach Runde 6 auch Berat Akdag als einzig verbliebener Spieler mit einer “0” auf dem Punktekonto diese loswerden konnte. 

Insgesamt lief das Turnier sehr reibungslos. Einzig der Samstag war recht unruhig. In der Vormittagsrunde wurde in der Kneipe am Turnierort zunächst RW Essen lautstark angefeuert und das Erreichen der Relegation für die 2. Liga gefeiert. Wenige Minuten nach Beginn der Nachmittagsrunde hallte ein “BINGO”-Ruf eines Spielers durch den Turniersaal. Und kurz danach begann wieder nebenan in der Kneipe eine große Party mit lauter Musik zum 60. Geburtstag. An dieser Stelle daher von uns nachträglich Glückwunsch an RW Essen zum Erreichen der Relegation, dem Spieler zum Bingo und der Person von der Feier zum 60. Geburtstag 🙂

Ein sehr starkes Turnier lieferte FM Ilyas Gutkin ab. Mit 6 aus 6 spielte er in der letzten Runde damit als Favorit um den Turniersieg. Allerdings setzte sich dort der Dauergast des Turniers, GM Daniel Hausrath, doch noch durch und sicherte sich mit 6,5 Punkten ungeschlagen den Turniersieg. Punktgleich mit FM Mykola Korchynskyi, der direkt in der 1. Runde ein Remis abgegeben hat und danach alles gewinnen konnte. Dritter wurde entsprechend FM Ilyas Gutkin vor Marcel Quast und Jan-Louis Wichtrup.

Für unsere Spieler ergaben sich folgende Ergebnisse: 60. Emre (4 Punkte), 72. Chris (4), 81. Nico (3,5), 119. Yusuf Otuk (3), 128. Lukas (3), 129. Max van Tiggelen (3), 133. Nils Nioduschewski (2,5), 140. Devonte (2,5), 143. Till Kommisarek (2,5), 145. Mahyar Mazaheri (2,5), 147. Elias Moiseev (2,5), 152. Emir Demirörs (2), 156. Sonja Nioduschewski (2), 162. Berat (2), 176. Sophie Nioduschewski (0,5).

Abgerundet wurde das ganze Turnier vorallem durch die gemeinsame Zeit unserer Spieler zwischen und nach den Runden. Insbesondere das gemeinsame Essen beim Sattmacher und das Zusammsitzen in der Eisdiele, aber auch die Partie-Analysen mit Martin Müller oder eine Runde Billiard in der Kneipe nebenan haben zu einem guten Gemeinschaftserlebnis beigetragen. Nun heißt es ein paar Tage entspannen, bevor es bereits am Freitag über das nächste lange Wochenende auf unsere diesjährige Pfingstfahrt geht, um die Gemeinschaft weiter zu stärken. Und vlt hallt dort auch ein Bingo durch das Bungalow. 

-Chris

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SVUF IV – Disteln 2

Josef M. verspielt den Aufstieg der 4. Mannschaft
oder
Wie man in 20 Sek. eine Partie gewinnt
oder
Ohne Frauen geht’s nicht

Unser Fritz 4 vs. Disteln 2 – 2,5:3,5

Beginnen wir es sachlich. Die 4. Mannschaft (ja, Mannschaft, d. h. diesmal ohne Frauen) kann nur noch durch ein Wunder aufsteigen. D. h. letzten Spieltag gegen den Tabellenführer Drewer gewinnen.

Alles sah so gut aus. Brett 4 stand offensiv und hätte und könnte … aber so ist das mit dem Hätte und Könnte. Aus unklarer Stellung verlor Michael Wessel als Erster. Gheyth spielte sein Schnellschach weiter. Sah es bedrohlich für ihn aus? Keineswegs! Nachdem er eine Figur (ich meine, es war der Läufer) gefesselt hatte, stand er besser da. Gerade so in netto 20 Sek. hatte er gewonnen!!

Mein 90-jähriger Nachbar spielte gegen einen 13-jährigen Jungen. Das Trauma eines Verlustes blieb ihm erspart. Dauerschach. Und dadurch Remis. Und ich, Josef? Ich kam gar nicht mit dem Schreiben mit, nachdem mein Gegner die E-Linie kontaminierte. Gegen den Ansturm der schwarzen Schwerfiguren war meine Verteidigung nicht gewachsen. Dummerweise stand sein Springer so gut, dass er meinem Gegenangriff (war es denn einer?) trotzen konnte. Ich war verloren.

Von Günters Partie habe ich leider nichts mitbekommen. Remis! Zwischenstand 3:2 für die Gäste. Was soll ich sagen: Hätte Rolf jetzt den Papst in der Tasche, hätte er aus dem Remis einen Sieg gemacht. Nur alle wissen – der Papst spielt kein Schach und Wanne-Eickel kennt er auch gar nicht. Rolf spielte Remis!

Und so endete der vorletzte Spieltag der Saison der 4. Mannschaft. Und … keine Vorwürfe an mich, der mit Weiß verloren hatte. Und … ich denke, Gheyst hat einen Preis verdient (Currywurst mit Pommes oder so)! Ich hingegen: Redeverbot für 3 Spiele am Vereinsabend oder Unkraut jäten bei Julian.

Macht’s gut.
Josef

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Abschlussbericht 3. Mannschaft

Letzen Sonntag (03.05.2026) stand für unsere 3. Mannschaft das letzte Spiel der aktuellen Saison an. Zum Abschluss ging es für uns in die Falkschule zur 4. Mannschaft des SK Sodingen-Castrop. Auch wenn es für unsere Mannschaft im gesicherten Mittelfeld um nichts mehr ging, wollten wir das Spiel trotzdem ernsthaft angehen und die Saison vernünftig abschließen. Insbesondere auch, weil es für unsere Gegner noch um den Klassenerhalt ging und wir den Abstiegskampf nicht beeinflussen wollten. Durch einige Absagen unserer Spieler taten wir uns jedoch etwas schwerer 6 Leute an die Bretter zu bekommen. Netterweise erklärte sich Nils Nioduschewski bereit einzuspringen, sodass wir mit Yusuf Otuk, Chris Engelmann, Lukas Suberski, Jan Wolf, Georgiy Tesla und Nils eine gute Truppe zusammen hatten. Bis auf Jan waren wir von den DWZ-Zahlen her somit auch an allen Brettern im Vorteil. Und zum Abschluss der Saison schafften wir es auch diesen souverän zu nutzen. Nach knapp 2 Stunden Spielzeit stand ein, etwas zu hoch ausgefallener, 6:0 Sieg auf dem Spielbericht. Anschließend ließen ein paar Spieler von uns die Saison noch bei einem gemeinsamen Essen ausklingen. Wir beendeten die Saison somit mit auf Rang 5, mit insgesamt 10 Mannschaftspunkten (4 Siege, 2 Remis, 3 Niederlagen). Unser Gegner SK Sodingen-Castrop muss durch die Niederlage leider den Gang in die 2. Kreisliga antreten. Rochade Disteln und die 2. Mannschaft des RSV schaffen hingegen den Sprung in die Verbandsbezirksliga. An dieser Stelle wünschen wir allen Mannschaften in ihren neuen Ligen schonmal  viel Erfolg. Und wir freuen uns auf spannende Spiele gegen die anderen Mannschaften in der neuen Saison 26/27. 

Zum Abschluss noch ein paar persönliche Worte von mir (Chris):

Zunächst mal möchte ich mich bei allen Spielern bedanken, mit denen ich die Saison zusammenspielen durfte und auch bei denjenigen die (spontan) als Ersatz eingesprungen sind. Das sind Erik Lindstädt, Nico Lauenstein, Yusuf Otuk, Lukas Suberski, Dilshaan Dehne, Jan Wolf, Dominik Moruzgala, Georgiy Tesla, Luca Zeleny, Rainer Buchhop, Nils Nioduschewski, Gheyth Tabshoo, Max van Tiggelen, Mahyar Mazaheri, Emir Demirörs und Jan Krawiec. Und natürlich auch bei unserem Mannschaftsführer Emre Demirörs, der uns die ganze Saison über größtenteils begleitet hat.

Dafür, dass wir in der Konstellation zum ersten Mal zusammengespielt haben und es für manche auch die erste Saison war, können wir mit dem Abschneiden auf einem sicheren Mittelfeldplatz definitiv zufrieden sein. Da die Entwicklung unserer Nachwuchsspieler aber stetig nach oben geht und die Mannschaft vermutlich auch ohne größere Änderungen zusammenbleibt, können wir sehr zuversichtlich in die neue Saison gehen.

Wichtig ist mir persönlich aber vorallem, dass der “Charakter” der Mannschaft so bleibt wie er ist. Wir haben eine Mannschaft mit vielen jungen Spielern und Lukas 😉 , die sich als Gemeinschaft zusammenfinden sollen und zusammen als Team arbeiten sollen. Letztendlich auch mit dem Ziel Spieler weiterzuentwickelen, die langfristig in höheren Mannschaften spielen möchten. Ich hoffe, dass wir diesen Weg langfristig in Ruhe weitergehen, Nachwuchsspieler schrittweise in die Mannschaft integrieren und gleichzeitig auch Spieler an die oberen Mannschaften abgeben können. Dafür an dieser Stelle auch Danke an Trainerteam, Spielausschuss und die ganzen Organisatoren im Vorder- und Hintergrund des Vereins 🙂

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