Bereits am Freitag, den 18.09.2026, stand für unseren Verein die erste Runde im “4er-Pokal” an. Jeder Verein im Schachbezirk Herne-Vest ist für dieses Turnier spielberechtigt und kann eine Mannschaft stellen. Pro Runde müssen sich dann jeweils vier Vereinsmitglieder an die Bretter setzen, welche als Mannschaft jeweils eine lange Partie (90 Minuten für 40 Züge + 30 Minuten für den Rest der Partie + 30s pro Zug) spielen. Die Brettreihenfolge kann dabei frei gewählt werden. Zusätzlich können in jeder Runde andere Spieler eingesetzt werden. Hinzu kommt allerdings, dass im K.O.-System gespielt wird, also nur die Gewinnermannschaft eine Runde weiterkommt.
Die Auslosung der 1. Runde ergab für uns ein Heimspiel gegen die SG Rochade Disteln, wo mit ein spannenden Kampf gerechnet werden konnte. Und genau so war es auch. Zunächst gingen wir relativ schnell durch Jan Wolf an Brett 3 in Führung. Dieser nutzte einen Fehler seines Gegners in der Eröffnung aus und erlangte umgehend großen materiellen Vorteil. Sein Gegner wehrte sich noch lange gegen die Niederlage, aber auch auf potenzielle Matttricks fiel Jan nicht rein, sodass er das 1:0 für uns holte. An Brett zwei hingegen sah es weniger gut für uns aus. Dort wickelte Micha Jungbluth im Mittelspiel nicht gut ab, sodass er in Nachteil geriet. Dies konnte er nicht mehr korrigieren, sodass wir hier den Verlust hinnehmen mussten. In der Zwischenzeit war auch die Partie an Brett vier beendet worden. Dort einigte sich Lukas Suberski mit einem Minusbauern mit seinem Gegner auf Remis. Er hatte zwar Kompensation für den Bauern, aber einen Gewinnweg sah er nicht. Es kam somit auf die Partie an Brett 1 von Heiko Nowicki an. Wichtig an dieser Stelle zu erwähnen ist, dass ein Remis von Heiko zwar theoretisch für ein Mannschaftsremis (2:2) reichen würde, wir mit diesem Ergebnis allerdings nach der Feinwertung “Berliner Wertung” ausgeschieden wären. Siege an höheren Brettern sind bei dieser Feinwertung “mehr” wert als Siege an unteren Bretten (also in diesem Fall wäre der Sieg von Disteln an Brett 2 besser als unser Sieg an Brett 3!). Heiko musste also für den Mannschaftserfolg einen vollen Punkt holen. Nach langen Kampf in besserer Stellung verschaffte er sich um den 40. Zug rum, dann einen entscheidenden materiellen Vorteil. Wenig später war unser Weiterkommen nach einem wirklich spannenden Kampf auf Augenhöhe dann offiziell.
Letzten Freitag (25.09.2026) stand dann auch bereits die nächste Runde an. Diesmal brachte uns die Auslosung ein Stadtinternes Duell. Wir mussten auswärts zum SV Zeppelin, die in der ersten Runde ein Freilos erhielten. Durch zwei kurzfristige Ausfälle auf Zeppeliner Seite waren wir zwar an allen Bretten DWZ-mäßig überlegen, die Entscheidungen finden jedoch auf dem Brett statt. Dies wurde auch nach Beendigung der ersten beiden Partien klar. Während wir an Brett 3 durch Emre Demirörs einen souveränen Sieg holten, der seinen Gegner im Übergang zum Mittelspiel ein wenig überspielte und in Vorteil kam, sah es am vierten Brett genau andersherum aus. Dort geriet Lukas Suberski im Mittelspiel in materiellen Rückstand. Er versuchte dann noch mit aggressivem Spiel das Blatt zu wenden, dies gelang allerdings nicht mehr. Zwischenstand somit 1:1. Auch Micha Jungbluth, diesmal am ersten Brett eingesetzt, tat sich mit den weißen Figuren lange schwer. Ein Fehler seines Gegners brachte dann jedoch die Entscheidung zu seinen Gunsten und Micha gewann mit einem starken Königsangriff die Partie. Durch die Siege an Brett 1 und 3 war das Weiterkommen bereits sicher, sodass Heiko Nowicki an Brett 2 diesmal seine Partie ohne Druck zu Ende spielen durfte. Heiko machte im Mittelspiel viel Druck am Damenflügel und schritt mit seinem Mehrbauern auf dieser Seite voran. Dies machte letztlich den entscheidenden Unterschied, sodass wir uns mit einem 3:1 durchsetzen konnten. Unabhängig vom Schach spielen, war es auch so ein schöner Abend mit viel Spaß und netten Gesprächen.
Die 3.Runde (Halbfinale) wird vermutlich am 09.10.2026 ausgespielt. Wir dürfen gespannt sein auf wen wir dann treffen werden und ob wir uns wie in der letzten Saison erneut den Einzug ins Finale sicher können.
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