Die erste spielt mit einigen Wendungen

Diesen Sonntag, den 13.01.2019, trat die erste Mannschaft gegen den FS Dortmund 1 an. Vor und während des Kampfes gab es für uns einige kleine Überraschungen, auf derer manche wir hätten verzichten können. Kurzfristig mussten wir vom Pluto auf das Gemeindehaus in Röhlinghausen ausweichen, da die Räumlichkeiten wegen einer Großveranstaltung belegt waren. Dank genügend Helfern hielt sich der Aufwand in Grenzen und der Startschuss fiel pünktlich. Es dauerte fast zwei Stunden, bis die erste Partie entschieden war. Am achten Brett gelang es Teamcaptain Julian gegen die “Modern Defense”-Festung des gegnerischen fianchettierten Läufer zu stoßen. Nachdem die schwarzfeldrigen Läufer getauscht waren, brauchte es nämlich nur noch H-Bauern Harry, um die Linien aufzureißen. Einige Schwächen auf den schwarzen Feldern sorgten für zunehmenden Zerfall am sonst so sicheren Aufbau und gegen den offenen König fiel eine Figur einer Fesselung zum Opfer. Der erste Punkt war zu unseren Gunsten eingesackt und die Hoffnung, dass sich diese Führung nach oben fortpflanzen wird, war nicht abwegig, wenn man die DWZ der Teilnehmer verglich. Jede aufkommende Euphorie wurde leider forsch gebremst, als fast zeitgleich unsere Bretter drei und vier eine Figur einstellten. Die Führung hatte abrupt gewechselt, aber die übrigen fünf Bretter versprachen noch spannende Partien:
Martin, der an der Spitze eine sehr positionelle Phillidor-Variante auspackte, stand nach der Entwicklungsphase drei eilig marschierenden Bauern in seiner Hälfte des Damenflügels entgegen. Trotz seines Raumvorteil, kam der Gegner nicht wirksam gegen Martins Abwehrunternehmungen voran.
Dirk besetzte nach einer klassischen englischen Eröffnung mit Dame und Turm die entscheidende e-Linie, während der Gegner nach geeigneten Feldern für seine Figuren suchen musste. An Brett fünf hatte Georgs Gegner mit dem Halloween Gambit überrascht, in dem schon im 4. Zug im sonst so friedlichen Vier-Springer-Spiel ein Springer geopfert wird. Zum nötigen Gegenspiel ließ Georg es nicht kommen und bekam dank seiner Mehrfigur ein vielversprechendes Spiel. Jürgens Gegner ließ sich auf seine gefährliche Schottischspezialität ein und stand bald gedrängt am Königsflügel. Er schaffte es mit aggressivem Spiel wieder mit Jürgen aufzuholen und genügend Figuren für ein Gegenspiel zu aktivieren. Die Berechnungen hatten aber ihren Preis und nach nur 16 Zügen spielte er sich auf unter 20 Min runter, was später zu einem Patzer führte.
Nach und nach fielen nun die Entscheidungen. Mario an Brett sieben verlor in einem Endspiel einen wichtigen Bauern und ergab sich still. Es stand so schon 3:1 gegen uns, aber die Aussichten, dass Mü, Dirk, Jürgen und Georg noch irgendwie wenigstens 3 Punkte holen konnten, waren durchaus noch vorhanden. Leider ereilte nach drei Spielstunden Georg das Unglück. Sein Mehrläufer hätte das Spiel einfach entschieden, aber der Gegner buchsierte zwei Türme auf die siebte Reihe und scheuchte Georgs König mit geduldigen Schachs bis zum Remis. Da sein Punkt schon fest eingeplant war, tat das Remis doppelt weh, aber noch immer hatten wir nicht verloren. Dirk, der geschickt alle Figuren bis auf die Damen abgetauscht hatte, platzierte diese so, dass er die Bauern um den gegnerischen König genüsslich hätte vernaschen können. Als sein Gegner aber mit der selben Taktik anfing, manövrierte Dirk seinen eigenen König im Schutze der letzten verbleibenden Bauern Richtung Gegner. Überraschend für seinen Gegner befand er sich nach diesem waghalsigen Einsatz nahe genug am feindlichen König, um ihn mithilfe seiner Dame zu erdrücken. Alle rettenden Schachs durch hatte Dirk gekonnt blockiert. Martins Stellung war kompliziert und er kämpfte trotz Remisangebotes weiter. Jürgen, der Schlingel, stibitzte seinem Gegner währenddessen sein Pferd, dass von dem dem Feld a2 alle Fluchtwege abgeschnitten sah. Nun musste Jürgen nur Rache und Gerechtigkeitssinn der entstandenen Bauernmehrheit widerstehen. Am Ende lohnte der Pferdediebstahl nicht und es war der milde gestimmte Gegner, der mit Annahme eines Remis die vier Punkte für Dortmund vervollständigte. Martin musste gegen einen Mehrbauern ebenfalls auf ein Remis eingehen. Dank seines ungleichfarbigen Läufers war ein Fortschreiten der Partie nicht mehr möglich.
Der Sieg wäre wichtig gewesen und war wohl leider etwas verschenkt. Nun heißt es von den Abstiegsplätzen fortzukommen.

Julian

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Schon wieder eine starke Leistung der Jugend zu berichten!

Letzten Samstag (12.01.) fand der 3. Spieltag der Bezirksjugend-Einzelmeisterschaft beim SV Datteln statt. Dabei wurden die Runden 4 und 5 ausgetragen, ehe im März dann die letzten beiden Runden folgen. Auch diesmal waren Martin Müller und Stefan Meyer wieder als Fahrer und Betreuer für unsere 6 Jugendlichen dabei. In der U10 setzte Sebastian Riechenberg seine Erfolgsserie fort und blieb auch an diesem Nachmittag ohne Punktverlust. Er schaffte es in beiden Partien sich ein materiellen Vorteil zu verschaffen und diesen dann auch jeweils in einen Sieg umzusetzen. Damit steht er nun bei 5 Punkten aus 5 Partien. Auch sein Bruder Maxi holte eine Altersklasse höher 2 souveräne Siege aus seinen beiden Spielen und steht somit momentan bei 4 Punkten auf dem 2. Platz in seiner Gruppe. Nicht ganz so schön lief es heute in der U14. Nick Heckmann verlor seine 1. Partie des Tages und bekam leider auch keine Möglichkeit dies wieder “auszugleichen”. Seine 2. Partie muss in den nächsten Wochen, da sein Gegner heute nicht da war, nachgespielt werden. Dilshaan Singh-Dehne, ebenfalls in der U14, hatte eine interessante 1. Partie. Er hatte eine recht aussichtsreiche Stellung, im Verlauf jedoch nur noch wenig Zeit auf der Uhr. Er blieb aber konzentriert und konnte sich den vollen Punkt sichern. Leider muss auch er seine 2. Partie des Tages nachspielen. Ähnlich war auch die Situation in der U16. In Runde 4 hatte Erik Lindstädt keinen Gegner, wodurch er kampflos gewonnen hat. Pablo D’Alonzo hatte das gleiche Problem in Runde 5. Auch er muss nun wie Dilshaan und Nick seine Partie nachholen. Die beiden spielbaren Partien gingen dabei mit einem Sieg für Erik und leider einer Niederlage für Pablo zu Ende. Somit steht Pablo nun bei einem Punkt und der Nachholpartie und Erik bei 4 Punkten. Trotz der vielen verlegten Partien war die Stimmung gut und es wurde viel mit Martin analysiert oder miteinander Schach gespielt. So fuhr Martin beispielsweise mit der einen Hälfte der Jugendlichen nach Partie- und Analyseende nach Hause, während Stefan noch ein wenig länger blieb, damit Dilshaan, Maxi und Sebastian ein wenig Schach spielen konnten und so den Regentag voll auszunutzten. Nächsten Samstag geht es schon weiter. Es steht das Heimspiel gegen Waltrop in der Jugendverbandsliga an.

Chris E.

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Unser Workshopnachmittag am Gymnasium Wanne

Letzten Dienstag (08.01.) fand am Gymnasium Wanne ein Info- und Workshopnachmittag für Viertklässler statt. Und auch unser Verein war mit einem “Schach-Workshop”, als Folge unserer kooperativen Schach-AG mit dem Gymnasium Wanne, vertreten. Es war eine gute Möglichkeit für unseren Verein sich vorzustellen und uns ins Programm des Gymnasiums einzubringen. Im Laufe von zwei Stunden brachten wir den Jugendlichen das Schachspiel näher, während ringsumher weitere Sportarten, Kunstprogramme und sonstige Workshops präsentiert wurden. Nachdem Till Koch und Chris Engelmann vor wenigen Jahren noch selbst dort ihren Abiturabschluss gemacht hatten, waren es an diesem Nachmittag nun jene beiden, die sich mit Brettern und Figuren versehen auf den Weg in vertrautes Territorium machte, um in dem einen oder anderen jungen Schüler die Begeisterung für das königliche Spiel zu entfachen. Chris berichtet: “Als wir dort ankamen, wartete schon der erste junge Schachspieler, sodass wir schnell die Bretter aufbauten und eine Matt-Aufgabe an das Demobrett hängten, damit es sofort losgehen konnte. Im Laufe des Nachmittags kamen noch einige weitere Jugendliche mit mehr oder weniger Vorwissen. Daher brachten wir den Grundschülern immer wieder die Grundlagen bis hin zu einfachen Matts bei und spielten viele Partien. Zu den Stoßzeiten erklärten sich auch eine ältere Schülerin und eine Lehrerin des Gymnasiums bereit uns zu unterstützen und mit Anderen zu spielen. Auch wurden wir netter Weise mit Getränken und Kuchen von der Schule versorgt. Es war insgesamt ein gelungener Nachmittag, an dem die Schüler, aber auch wir, viel Spaß hatten. Eventuell trifft man ein paar der Jugendlichen dann auch in nächster Zeit oder über die Schach-AG beim Jugendschach wieder. Auch werden wir bei Gelegenheit sicherlich wieder an ähnlichen Veranstaltungen teilnehmen.”

Chris E.

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