Unser Fritz

Erkenschwick ist Bundesligist!

Ein Blick über den Tellerrand kann manchmal nicht schaden: Das Flaggschiff unseres Schachbezirks, der SV Erkenschwick ist durch einen 5:3 Stichkampfsieg gegen den ältesten Schachverein Deutschlands, den Münchener SC 1836, in die Schach-Bundesliga aufgestiegen! Wir gratulieren unserem großen Nachbarn zu diesem Erfolg herzlich.
 
 Nach vielen Jahren ist unser Bezirk damit wieder in der Bundesliga vertreten. Zuletzt war dies mein alter Stammverein, der SV Castrop-Rauxel, der immerhin von 1993 bis zum Jahr 2002 Bundesligist war. Und hier schließt sich der Kreis für mich wieder, denn beim Münchener SC spielten meine alten Mannschaftskollegen GM Michael Hoffmann und IM Dr. Dirk Hennig, die im Stichkampf beide gegen Erkenschwick remisierten. 
 
Nachdem das Ruhrgebiet mit Bochum 31, SV Wattenscheid und Mülheim-Nord leider alle Bundesligisten verloren hat, gibt es jetzt mit Erkenschwick wieder einen neuen Verein in der Region, bei dem man als Zuschauer auch einmal Bundesligaluft schnuppern kann, was sehr erfreulich ist.
 
-Rainer Kaeding

DSAM Hannover

Am letzten Wochenende (06. – 08.03.26) war es wieder so weit. Das nächste Turnier der DSAM, Deutsche Schach Amateur Meisterschaft, stand an. Gespielt wurden 5 Runden im Maritim Hotel am Flughafen in Hannover mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge und 15 Minuten Zusatzzeit. Zusätzlich gab es 30 Sekunden pro ausgeführten Zug dazu. Von unserem Verein machte sich diesmal nur Chris Engelmann auf den Weg nach Niedersachsen. Er trat in der Gruppe D an, welche eine Spielstärke von 1601 – 1750 DWZ/ELO vorsieht. 

Für die erste Runde Freitag Morgen hätten ich (Chris) und mein Gegner uns den “weiten” Weg nach Hannover sparen können. Es kam direkt zum Bezirksduell gegen Timo Schneider, einer der vier Turnierteilnehmer vom SV Datteln. Die Partie selbst bot auch wenig spektakuläres, sodass wir uns auf ein friedliches Remis nach 15 Zügen einigten. In der zweiten Partie des Tages wollte ich dann mit weiß einen vollen Punkt holen. Aber im Leben bekommt man nicht immer das was man möchte. Nachdem ich eine Kombination meines Gegners übersehen hatte, was mich einen Bauern gekostet hat, musste ich darum kämpfen überhaupt etwas Zählbares mitzunehmen. Mit viel Mühe und Not konnte ich in ein Damenendspiel abwickeln und ein Dauerschach herausholen, sodass auch die zweite Partie Remis ausging. 

Samstag Morgen stand dann pünktlich um 09:00 Uhr Runde 3 mit schwarz an. Nachdem die ersten Theoriezüge in der italienischen Eröffnung gespielt waren, spielte mein Gegner im Übergang zum Mittelspiel etwas ungenau. Durch einen taktischen Qualitätsgewinn und eine unschöne Stellung gab mein Gegner somit bereits nach 14 Zügen auf und es stand der erste volle Punkt auf dem Zählkonto. Die zweite Partie des Tages ging deutlich länger. Ich überspielte meinen 13 jährigen Gegner ein wenig, der auf die Rochade verzichtet hat und selbst am Königsflügel angreifen wollte. In der Folge musste er sich aber selbst einem zähen Verteidigungskampf stellen. Auch wenn er viele gute Verteidigungszüge gefunden hat, konnte er die Stellung mit dem König in der Mitte irgendwann nicht mehr halten. Somit fuhr ich meinen zweiten Punkt des Tages ein.

Mit drei Punkten aus vier Partien ging es somit in die Schlussrunde am Sonntag Morgen. In der Partie passierte nicht viel, sodass es nach der dritten schnellen Partie mit Schwarz aussah. Deshalb hab ich mir gedacht, ich muss mir selbst das Leben bzw. die Partie schwer machen und habe ein Damenschach meines Gegners zugelassen, wonach ich mit meinem König nach d7 musste, wenn ich meinen Turm behalten wollte. In der Folge brauchte ich dann nicht mehr viel überlegen, denn ich hatte immer nur noch einen Zug, der legal ist, der nicht die Dame einstellt und nicht sofort zum Matt führt. Über die Felder e6, f6 und g6 wanderte mein König bis nach h6. Mein Gegner fand allerdings die Fortsetzung zum Matt oder in ein gewonnes Endpsiel nicht, sodass ich mich tatsächlich stabilisieren konnte und mein Gegner im Dame/Springer-Endspiel mein Remisangebot annahm. 

Als persönliches Turnier-Fazit: Ungeschlagen landete ich mit 3,5 Punkten auf Platz 23 in meiner mit 126 Teilnehmern gut besetzten Gruppe. Mit dem Ergebnis und den Spielen mit Ausnahme meiner, auch im sprichwörtlichen Sinne, Sonntagspartie bin auf jeden Fall sehr zufrieden. Die Spielbedingungen in Hannover waren sehr angenehm. So konnten fast alle Teilnehmer in den 7 Gruppen in einem großen Raum spielen und die Orga lief wieder hervorragend, sodass jede Runde nach ein paar Ansagen pünktlich gestartet ist. Einzig nicht so toll war, dass die günstigen Getränkepreise vom letzten Turnier in Bonn nicht übernommen wurden und wieder der “Hotelpreis” für Getränke galt. 

Und als persönliches Hannover-Fazit: Ich war durch das Turnier zum ersten Mal in Hannover. Und ich komme auch sehr gerne wieder. Da ich bereits Mittwoch angereist bin und bis Montag geblieben bin, hatte ich auch Zeit für ein Besuch im Zoo am Donnerstag und konnte das Fußballspiels Hannover 96 – Greuter Fürth live in der Arena am Sonntag verfolgen. Und obwohl der Spielort am Flughafen etwas außerhalb von Hannover liegt, konnte ich durch meine schnellen Partien am Morgen auch ein erfrischendes Getränk in der Sonne auf der Restaurantterasse am Maschsee genießen oder ein Abstecher zur Stärkung in die Markthalle machen. Alles in allem ein echt tolles Wochenende. Das einzig Negative war die Heimniederlage von Hannover am Sonntag. Wobei auch das aus Schalker Sicht eigentlich positiv zu sehen ist.

Bereits in knapp 2 Wochen steht dann das nächste Turnier der DSAM an. Es geht für mehrere Unser Fritzer an die Ostsee nach Travemünde. 

  • Chris

Bezirksmannschaftsblitzen 28.02.2026

Vor bereits einer Woche wurde am Samstag, 28.02.2026, die Mannschaftsmeisterschaft im Blitzen des SB Herne-Vest ausgetragen. In der Falkschule, dem Spiellokal des SK Sodingen Castrop fanden sich insgesamt neun Mannschaften ein. Wobei der SV Erkenschwick und der Recklinghäuser SV jeweils zwei Mannschaften stellten. Gespielt wurde somit ein Rundenturnier (jeder gegen jeden), wobei jeweils eine Mannschaft aufgrund der ungeraden Teilnehmerzahl pro Runde pausieren durfte. Gespielt wurde mit dem “modernen” Zeitmodus, wo beide Spieler 3 Minuten auf der Uhr haben und 2 Sekunden pro Zug obendrauf bekommen. Partieverluste durch Ablauf der Zeit sind somit theoretisch nicht möglich, aber jeder Spieler weiß, dass die Praxis anders aussieht.

Auch wir konnten in diesem Jahr wieder eine Mannschaft an den Start bringen. Vier unserer Nachwuchsspieler erklärten sich bereit die Trikots von Unser Fritz zu präsentieren. An Brett 1 stellten wir Dominik Moruzgala, gefolgt von Gheyth Tabshoo, Jan Wolf und Max van Tiggelen. Chris Engelmann war zwar auch vor Ort und wurde von einigen Teilnehmern gefragt, ob er auch spielen würde. Er wollte die Mannschaftsleistung der spielstarken Jugendlichen aber nicht nach unten ziehen, obwohl er Zeitnot aus seinen langen Partien eigentlich gewohnt ist.

Nachdem wir in der 1. Runde bereits das Freilos erhielten, konnten wir ab der 2. Runde voll durchstarten. Zwar hatten wir dann zwischendurch keine Erholung mehr, aber da wir immer optimistisch sind können wir es auch so sehen: Wir verlieren unseren Spielfluss nicht.
Der Spielfluss kam jedoch leider erst in einer der späteren Runden. Unsere ersten beiden Spiele gingen gegen Erkenschwick 1 und 2 jeweils 0:4 aus. Aber in den nächsten beiden Runden konnten wir uns steigern. Erst Jan und dann etwas überraschend Dominik (gegen Georg Waldschmidt, ELO/DWZ >2000) sorgten für jeweils ein 1:3 gegen Datteln und Sodingen Castrop. Nach der nächsten Runde standen wir dann auch nicht mehr mit 0 Mannschaftspunkten in der Tabelle. Gheyth und Jan holten gegen Disteln jeweils einen vollen Punkt und wir trennten uns 2:2. Unser Aufwärtstrend nahm dann eine kleine Delle. Gegen die 1. Mannschaft des RSV reichte es nur zu einem halben Brettpunkt von Jan. 

Nachfolgend stand dann das “wichtige” Nachbarschaftsduell gegen die SG Wanne im Tabllenkeller an, um den letzten Tabellenplatz abzuwenden. Unsere Jugendlichen konnten dem Druck standhalten und gewannen das Duell mit 3:1. Dominik, Jan und Max steuerten jeweils einen vollen Punkt bei. So war keiner unserer Jugendlichen mehr punktlos unterwegs. Nur Gheyth musst seinem Gegner Burkhard Koch, nach einer langen Reise mit seinem König über das Brett, gratulieren. Den Abschluss des Tages machte das Spiel gegen die zweite Mannschaft des RSV. Hier erzielten wir das gegenteilige Ergebnis zum Spiel gegen die SG Wanne, nämlich ein 1:3. Einzig Jan steuerte noch einen letzten Brettpunkt bei.

Abschließend möchten wir dem SV Erkenschwick 1, dem SK Sodingen Castrop und dem SV Erkenschwick 2 zu den ersten drei Plätzen gratulieren und viel Erfolg bei den Verbandsmeisterschaften wünschen. Wir haben es durch den Sieg im Nachbarschaftsduell mit 3 Mannschaftspunkten und 8,5 Brettpunkten in einem stark besetzten Bezirksturnier auf den 8. Platz vor der SG Wanne geschafft. Von den Mannschaftspunkten her sogar gleichauf mit dem RSV 2, nur mit 2 Brettpunkten weniger. Im Einzelnen holte Jan 4,5 Punkte, Dominik 2, Gheyth und Max jeweils 1 Punkt.

Als persönliches Fazit von mir (Chris): Es war ein schönes Bezirksturnier in entspannter Atmosphäre. Der Spieler-Turnierleiter Ralf Callenberg hatte alles im Griff und die Räumlichkeiten des SK Sodingen-Castrop boten optimale Spielbedingungen. Das einzige, was mir negativ aufgefallen ist, war die “Ansage” der Wirtin, dass Spieler die ihre eigenen Getränke im Turniersaal trinken rausgeworfen werden. Dies war leider auch schon öfter in den Räumlichkeiten des SK Sodingen-Castrop und auch beim Turnier in Bamberg der Fall. Für mich wirft sowas leider immer ein wenig ein schlechtes Licht auf so eine Veranstaltung. Dennoch würd ich mich freuen, wenn wir auch in Zukunft bei den anstehenden Einzel- und Mannschafts-Bezirksturnieren die Trikots des SVUF sehen werden. Dann vlt auch mit einer 2. Mannschaft. Die nächste Möglichkeit dazu haben wir im Jugendbereich, wenn am 21.03.26 die Einzelblitzmeisterschaften U12 – U18 in der Falkschule stattfinden. An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank an unsere vier Vereinsvertreter, die sich in dem hochwertigen Teilnehmerfeld durchgekämpft haben.

– Chris

Einladung zum Osterblitzen 2026

Einladung zum Osterblitzen 2026

Liebe Schachfreundinnen und Schachfreunde,

auch in diesem Jahr laden wir euch herzlich zu unserem Osterblitzen ein!

Termin: Karfreitag 03.04.2026

Beginn: 17:00 Uhr
Ort: Reiterhof Gut Steinhausen
Wiedehopfstraße 200
44653 Herne

Wie gewohnt erwartet euch ein spannendes Blitzturnier. Die genaue Anzahl der Runden legen wir – abhängig von der Teilnehmendenzahl – vor Ort fest.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Wir bitten um einen Eigenanteil von
8 € für Vereinsmitglieder und
15 € für externe Gäste.

Anmeldung:
Bitte meldet euch vorab per WhatsApp bei mir oder über die Kommentarfunktion auf unserer Homepage an.

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer und einen schönen schachlichen Karfreitag!

Mit schachlichen Grüßen
Michael Jungbluth

SC Rochade Rüttenscheid 1 – Unser Fritz 1 :  3,5 – 4,5

In der sechsten Runde der Verbandsliga besiegten wir unsere Gegner aus Rüttenscheid auswärts. Da unser Spitzenbrett viel zu tun hatte (am Brett), schreibe ich, Emre, heute den Bericht.

Zur Chronologie:

Als erstes beendete ich meine Partie an Brett acht mit einer Punkteteilung. Meine Allergien gegen Frühblüher machten mir sehr zu schaffen, deswegen war ich relativ zufrieden mit dem Remis. Ich war auch sehr unvorbereitet auf 1.f4 von meinem Gegner.

Nach mir beendete auch Dirk an Brett zwei seine Partie mit einem Remis. Wir dachten, dass er im Drachen eine aktivere Stellung mit dem Läuferpaar hat, aber anscheinend wars wohl nicht so.

Heikos Partie an Brett sechs konnte ich nicht so ganz verfolgen, ein komischer Königsinder oder Pirc, vermutlich stand Heiko ebenfalls aktiver, trotzdessen endete auch diese Partie mit einem Remis.

Den ersten vollen Punkt holte Micha an Brett drei. Im angenommenen Damengambit hat Micha taktisch vermutlich etwas eingestellt. Der Gegner hat glücklicherweise nicht die beste Fortsetzung gewählt, hier wird die Engine für Aufklärung sorgen. Mit drei Bauern weniger reichte Michas Gegner ihm die Hand.

Halbzeit 1,5 – 2,5 für uns.

Mue an Brett vier hatte mal wieder Holländisch auf dem Brett. Es ging wirklich sehr viel (Taktisches) los und Mue nutze die Ängstlichkeit seines Gegners aus um ebenfalls den zweiten vollen Punkt einzufahren.

Rainer an Brett eins hatte sehr lange eine sehr angenehme Stellung und stand immer etwas besser. Es war Taimanov, also bekanntes Terrain. In Zeitnot stellte Rainer leider die kurzzeitig gewonnene Stellung ein und musste aufgeben.

Den entscheidenden Punkt holte Jörg an Brett sieben. Im gespiegelten Englisch schaffte er es die Schwächen in der gegnerischen Stellung auszunutzen. Jörg hatte zwei Türme, Springer und Läufer gegen Dame und Turm. Nachdem Turm gegen Turm getauscht worden ist konnten beide Leichtfiguren und Turm die Dame dominieren. Mit Jörgs schöner Partie hatten wir schonmal den Sieg in der Tasche.

Julian kämpfte sehr lange an einer sehr intensiven/ interessanten Partie. Ich kann auch zu der Partie nicht viel sagen, weil taktisch alles sehr kompliziert war. Am Ende hat Julian eine Springergabel auf Turm und König übersehen und aufgegeben.

Nächste Runde gegen den Dortmunder SV.

– Emre

Paarung der Vereinsmeisterschaft Runde 4

  1. Suberski, Lukas – Willie, Rolf
  2. Gores, Hans Günter – Tesla, Heorhii
  3. Engelmann, Chris – Wolf, Franz
  4. Demirörs, Emre – Tabshoo, Gheyth
  5. Mrowetz, Josef – Nioduschewski, Nils
  6. Mazaheri, Amirmahyar – Demirörs, Emir
  7. Nioduschewski, Sophie – Wolf, Jan
  8. Van Tiggelen, Maximilian – Nioduschewski, Sonja
  9. Akdag, Berat – Moruzgala, Dominik
  10. Komisarek,Till spielfrei

Sehr geehrte Vereinsmitglieder,

das ist die Paarung der vierten Runde der Vereinsmeisterschaft. Die Einladung zur JHV befindet sich ebenfalls auf der Homepage!

Vereinsmeisterschaft 3. Runde, 30.01.26

Ein anderer Einstieg ins Turnier.

Eigentlich wollte ich heute das Halbfinalspiel im Handball zu Ende sehen. Doch das Vereinsturnier war um 19 h terminiert, und da wollte ich meinen Gegner (Emir) auch nicht warten lassen (das Spiel gegen Kroatien konnte ich daher nicht zu Ende sehen). Ich erschien pünktlich. Doch wer spielte noch? Und wo fand ich die schriftliche Paarungsliste? Hm. Nix zu sehen. O. k. Im Pfarrsaal konnte ich die Spieler, die sich gegenüber saßen, erkennen. Einige Spieler kenne ich schon, aber nicht alle. Mein Gegenüber war, wie gesagt, Emir. Er sollte mit den weißen Farben spielen. Ich fand es ein wenig merkwürdig: keine Liste, keine Begrüßung zur 3. Runde, gar nicht so offiziell. Da dachte ich: „Mach auch mal was Komisches.“ Ich schlug also Emir vor: „Machen wir Remis?“ Emir stimmte zu. Also Remis. Die anderen spielten ihre Partie. Also schlug ich ihm vor, fünf Partien ohne Uhr (auf seinen Wunsch) zu spielen, was wir dann auch taten.

Leider? Kann ich zu den anderen Partien eigentlich wenig sagen. Ich wusste nicht, wer da gegen wen spielte (hallo Liste!). Der Spielleiter war auch nicht da. Also ließ ich Spieltag Spieltag sein und mischte mich unter das Volk der Anwesenden (erstaunlich viele Anwesende).

Und ich erkannte, dass Schreiben sich lohnt. Heiko, der im letzten Mannschaftskampf den „König mitten am Brett“ matt gesetzt hatte, kam (auch aufgrund des Aufrufs?!) und zeigte mir (dann auch Julian Tober) diese wunderbare Partie. Er hatte alle Züge im Kopf, die er dann abspulte. Ich bin immer voller Erstaunen, dass Spieler ihre Partie aus dem Kopf rezipieren können. Was bin ich doch da für ein armer Wicht. Das wird mir nie gelingen (wäre auch mal ’ne gute Idee, da einen zu behalten).

Also beende ich diesen etwas merkwürdigen Bericht mit der wiederholten Aufforderung (s. auch Leserbriefe), das Turnier doch bitte öffentlicher zu machen und nicht nur einer Facebook-Gemeinde, die dann informiert ist (und eben auch nur die).

Bitte die nächsten Runden, Tabellen, Spieltage und so weiter auf der Schachseite hier veröffentlichen.

  • Josef

JHV 2026 – Einladung

Einladung zur Jahreshauptversammlung des SV Unser Fritz 13.02.2026 um 20:00 Pfarrzentrum St. Barbara, Hofstr. 2, 44651 Herne

  1. Begrüßung
  2. Feststellung der ordnungsmäßigen Einladung, der Beschlussfähigkeit und der Stimmzahl
  3. Neuwahl eines Schriftführers
  4. Verlesen und Genehmigung des letzten Protokolls
  5. Bericht des 1. Vorsitzenden
  6. Bericht des 1. Spielleiters
  7. Bericht des Jugendwartes
  8. Bericht des 1. Kassierers
  9. Bericht der Kassenprüfer
  10. Anträge
  11. Entlastung der neu zu wählenden Ämter
  12. Neuwahlen folgender Ämter
    1. Vorsitzender (auf 2 Jahre)
    2. Spielleiter (2 Jahre)
    3. Kassierer (2 Jahre)
    4. Kassenprüfer (2 Jahre)
    5. Materialwart
    6. Pressewart
    7. Bestätigung des Jugendwartes
    8. Erweiterter Vorstand (1 Jahr; Pflichtmitglieder sind Spl; Sf ; Jw)
      Gewählt werden können zwei weitere Funktionsträger
  13. Wahl eines neuen Spielausschusses (1 Jahr; Pflichtmitglieder sind Spl 1&2; Gewählt werden können zwei weitere Funktionsträger)
  14. Wiedervergabe Komitees
    1. Gestaltung Erwachsenenschach (Zusätzliche Vereinsabende, Referate, Koordination von Trainingsgruppen, Online, Gäste, Fortbildungen)
    2. Vereinsentwicklung & Außendarstellung (Veranstaltungen, Kurse, Werbemittel, Kooperationen, Kompetenzzentrum „Schach und Denksport“, Sponsoring, Mobilität)
    3. Schulschach
    4. 70-Jahr-Feier
    5. Digitales (Webseite, Kommunikationskanäle, Social Media)
  15. Verschiedenes

Jedes Mitglied kann bis 2 Tage vor der Mitgliederversammlung Anträge zur Ergänzung der Tagesordnung schriftlich beim Vorstand einreichen. Über den bzw. die Ergänzungsanträge entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.

Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Julian Tober

Runde 5 Verb.liga: UF 1 – Lünen 4,5:3,5

Am 5. Spieltag gelang uns ein wichtiger Sieg gegen den Tabellennachbarn aus Lünen, so dass wir endlich die Abstiegsränge in der Verbandsliga verlassen konnten. 
 
Zur Chronologie:
 
Zunächst wollten wir an den Spitzenbrettern das gefährliche Brüderpaar Babar (FM + CM) neutralisieren. Das gelang perfekt. An Brett 1 kam es bei mir (Rainer) nach 18 Zügen zu einer dreimaligen Stellungswiederholung, nachdem schon etliche Leichtfiguren getauscht waren. Dann bekam Dirk an Brett 2 nach neun Zügen (!) in einer verschachtelten Stonewallstellung ein unwiderstehliches Remisangebot, so dass wir unsere Aufgaben an den Spitzenbrettern als erfüllt ansehen konnten.
 
Für die Führung sorgte Heiko an Brett 6. Er spielte einen mustergültigen Königsindischen Angriff. Als zu viele schwarze Figuren am Damenflügel versammelt waren, opferte Heiko eine Figur und setzte den schwarzen König mitten auf dem Brett matt!
 
Ein weiteres wichtiges Remis steuerte Andreas an Brett 7 bei. Seine Stellung war zumindest schwierig, aber glücklicherweise bot der Gegner remis an, so dass wir jetzt 2,5:1,5 führten. Da die restlichen Partien von uns durchaus aussichtsreich standen, waren wir jetzt schon recht optimistisch.
 
Vorrübergehend kam es durch die Niederlage von Julian an Brett 5 zum Ausgleich. Julian hatte eine durchaus ordentliche Position, wurde aber taktisch überrumpelt.
 
Dank Michael an Brett 3 gingen wir wieder in Führung. Michael spielte gegen seinen erfahrenen und trickreichen Gegner Wolfgang Prüske mit schwarz Französisch. Es mag sein, dass der Vorteil in der Vorstoßvariante durchaus wechselte. Das muss durch eine präzise Analyse geprüft werden. In einem taktischen Finale konnte Michael 2 Bauern gewinnen, so dass das Turmendspiel letztlich klar war.
 
Den entscheidenden Punkt holte dann Emre an Brett 8. Emre stand eigentlich immer etwas besser und lehnte ein Remisangebot seines ca. 50 Jahre älteren Gegners ab. Für meinen Geschmack spielte er aber zu schnell, so dass sich der Vorteil vorübergehend verflüchtigte. Der Gegner übersah aber eine Taktik und Emre landete in einem sicherlich gewonnenen Turmendspiel. Dieses spielte er aber nicht optimal, da seine 2 Mehrbauern auf h + f standen, was theoretisch remis wäre. Hier half aber sein Gegner wieder und spielte den letzten entscheidenden Fehler. Glück für Emre, denn gedanklich hatte ich ihm schon die Todesstrafe angedroht, wenn er dieses Endspiel verbaselt hätte. 
 
So hatten wir letztlich die erforderlichen 4,5 Punkte zusammen, so dass die Niederlage von Martin an Brett 4 keine Rolle mehr spielte. Diese Partie konnte ich – weil zu kompliziert – einfach nicht sicher einstufen. Vorübergehend dachte ich, Martin würde mit einer Mehrfigur auf Gewinn stehen. Auch hier müssen wir die Computeranalyse abwarten, um gesicherte Erkenntnisse zu gewinnen.
 
Alles in allem war es also ein gelungener Mannschaftskampf. Zu erwähnen wäre noch, dass parallel 3 weitere Mannschaften von uns spielten. Es war erfreulich zu sehen, welche Kampfkraft die dort spielenden Jugendlichen haben! Und last but not least waren auch noch zahlreiche Kiebitze anwesend, was in unterklassigen Ligen ja auch nicht selbstverständlich ist. Unser Verein ist also auf einem sehr guten Weg!

Unser Fritz 4 vs SG Wanne 3,5 : 2,5

Draußen scheint die Sonne. Sonntag. 14 h. Schach im Pfarrheim. Heute zu Gast: die Jungs aus Wanne. Burkhard (Spielführer aus Wanne) hat 5 Männer zusammengetrommelt, welche heute gegen uns, Unser Fritz 4, antraten.

Ganz schnell ging es bei Günter. In kurzer Stundenfrist war die Partie vorbei. Günters Partie stand wohl gleich. Nur kam Günter mit den gegnerischen Bauern nicht so ganz zurecht. Ein Bauer des Gegners hat den Fritzer überrannt. Und so war die Partie schnell vorbei. (0:1). Auch Rolf (Brett 1) hatte keine schlechtere Stellung. Sein Gegner rochierte kurz, Rolf lang. Nach eigenen Worten war sein „Angriff auf die Königstellung“ nicht so schnell. Der Wanner Spieler war schneller im Angriff auf seine kurze Rochade, als dass Rolf sich entsprechend hätte wehren können. (0:2).

Mein Nachbar links neben mir an Brett 5 hatte eine ausgeglichene Stellung. Unser „älterer Herr“ bot seinem Gegner ein Remis an. Dieser nahm nach kurzem Überlegen an (er möge mir verzeihen, dass mit dem „älteren Herr“), 0,5 : 2,5. Irgendwie muss ich mich in meine Stellung vertieft haben, so bemerkte ich gar nicht, dass unser Brett 4 neben mir die Partie gewann (1,5 : 2,5). Und dann.

Meine Partie. Irgendwann gewann ich die Qualität und fühlte mich auf der Siegerstraße. Jedoch hatte Shevan alle 3 Schwerfiguren auf der g-Linie aufgestellt. Dazu noch eine gute Diagonale. Furchterregend. Doch dann sah ich für mich einen Gewinnzug. Ja, nicht nur Gewinn, sondern auch ein Matt. Ich sagte: „Da kommst du wohl nicht mehr raus“ und reichte ihm die Hand. Er schlug ein und gab auf. War es wirklich Matt? Nur der Computer weiß es. Handschlag angenommen heißt dann: o.k., ich gebe mich geschlagen. Stimmt (2,5 : 2,5).

Brett 3, Herr Kraft, stand schon lange besser. Ein Turm mehr und auch noch aktivere Bauernstellung (vielleicht war da auch ein Mehrbauer dabei). Und so endete das Mannschaftsspiel 3,5 : 2,5 für Unser Fritz 4.

Erkenschwick 6 – Unser Fritz 4 2,5 – 3,5

Zwillinge erspielten den Sieg

So genau kann ich das gar nicht sagen. Die letzte gespielte Partie zwischen Rolf und (ein rumänischer Name) konnte ich nicht mehr zu Ende verfolgen.

Davor sah ich bei einigen Partien zu (man möge mir meinen geringen Schachverstand entschuldigen, da ich eben kein guter Spieler bin). So sah ich, dass Günter ausgeglichen in der Partie stand, dann einen Abtausch von Leichtfiguren zuließ. Dabei gelang seinem Gegner doch das bessere Ende der Wurst, indem er mit seinem Läufer Günters König Schach bot und gleichzeitig damit den ungedeckten Turm angriff. Günter war fair und gab darauf die Partie auf. 1:0

Anders am Brett 5. Hier hatte Sophie einen Doppelangriff auf den Springer des Gegners. Dieser stand blödsinnigerweise vor dem König, zweimal angegriffen und nur durch die schwarze Dame gedeckt (Sophie hatte Weiß) – peng, die Partie war entschieden. Sophies Gegner konnte sich mit dem Knien auf dem Stuhl (er war nicht so groß) dann zu einem Königsangriff entschließen, der aber keine Chance auf Gewinn zeigte. So gab er, recht spät allerdings, auf. 1:1

Die andere Schwester, Sonja (ich bitte um Verzeihung, wenn ich da was verwechsle, ihr wisst ja, Twins), überzeugte auch in ihrem Spiel. Die Qualität mehr und dazu drei Bauern mehr, das musste reichen. Es reichte auch. 1:2

Vater Nils zauberte (wieder mal?) eine Remisstellung: Turm und Bauern gegen die gleiche Anzahl von Bauern und Turm des Gegners. Remis. 1,5 zu 2,5.

Doch die vorletzte Partie, die dann zu Ende ging, zeigte, dass man auch mit 3 Min. Spielzeit zum Remis kommen kann. Jörgs Gegner, einer der jüngeren Spieler (der eigentlich nie am Brett saß, sondern irgendwo im großen AWO-Raum – „Edel sei der Mensch – hilfreich und gut“, Begrüßungs-AWO-Spruch im Saal – unterwegs war), ließ sich seinen Vorteil nehmen. Turm gegen Turm und Bauer gegen Bauer, bei gut platzierter Königstellung – Remis. Der Junge hatte 3 Min. Zeit auf der Uhr verbraucht, Günter hatte noch 4 Min. 2:3.

Und da war noch die Partie von Rolf. Rolf wollte wohl seinen Gegner durch forciertes Angreifen am Boden zerstören (oder doch zumindest gegen ihn gewinnen). Er hatte Weiß und stand optisch überlegen da. Doch auf was sollte er spielen? Der Plan war noch nicht zu Ende gedacht. Ob ihm das gelang? Mich schickte eine SMS nach Hause. Das war möglich, nachdem ich mein Handy ausgestellt hatte und meine Uhr aber anzeigte, dass sich etwas am Handy bewegt hat. So ließ ich Rolf Rolf sein und fuhr zurück nach Bochum. Doch wozu gibt es Telefon? Die immer freundlichen Spieler Günter und Rolf selbst teilten mir mit: Die Partie war Remis. Doch gewonnen! 2,5:3,5. Glückwunsch an die Mannschaft. Besonders an die Zwillinge. Sie machten den Sieg möglich!

Josef

Vereinsmeisterschaft 25/26

Vergangenen Freitag am 05.12 begann die Vereinsmeisterschaft. Es nehmen insgesamt 19 Mitglieder teil, in der ersten Runde konnten nur 17 antreten.

Paarung der ersten Runde:

Till Komisarek – Chris Engelmann  0 – 1

Franz Wolf – Emir Demirörs  1 – 0

Berat Kaan Akdag – Emre Demirörs  0 – 1

Rolf Willie – Amirmahyar Mazaheri  1 – 0

Sophie Nioduschewski – Lukas Suberski  0 – 1

Nils Nioduschewski – Sonja Nioduschewski  0,5 – 0,5

Maximilian Van Tiggelen – Hans Günter Gores  0 – 1

Gheyth Tabshoo – Dominik Moruzgala  0,5 – 0,5

Jan Wolf spielfrei +

 

 

 

 

Paarungen der zweiten Runde:

Chris Engelmann – Rolf Willie

Lukas Suberski – Franz Wolf

Emre Demirörs – Jan Wolf

Hans Günter Gores – Nils Nioduschewski

Sonja Nioduschewski – Gheyth Tabshoo

Dominik Moruzgala – Georgi Tesla

Amirmahyar Mazaheri – Till Komisarek

Emir Demirörs – Sophie Nioduschewski

Josef Mrowetz – Berat Kaan Akdag

Maximilian Van Tiggelen spielfrei   +

 

Die zweite Runde muss bis zum 09.01 2026 gespielt sein.

SV Unser Fritz 3 – SK Sodingen Castrop 3   3,5 – 2,5

Am vergangen Sonntag, den 30.11. spielte unsere dritte gegen die dritte aus Sodingen. Pünktlich um 14 Uhr gab ich die Bretter frei und es ging los.

Erik steuerte bereits um 15 Uhr ein Remis an Brett eins ein. Die abgewandelte Benoni Stellung schien für beide Seiten kein Vorteil zu zeigen.

Kurz danach gewann Jan an Brett fünf mit den schwarzen Figuren gegen seinen jungen Gegner. Er gewann zuerst einen Bauern, dann eine Figur, dann die Qualität und mit einem Turm mehr, hat er den vollen Punkt geholt.

Um 15:45 Uhr sicherte Lukas das nächste Remis an Brett drei. Da wir sowieso einen Punkt im Vorsprung waren, war das Remis sehr gut von Lukas.

Somit stand es 2 – 1.

Um 16:30 Uhr erhöhte Dominik an Brett sechs. Sein Gegner hatte 250 DWZ mehr als er. Das schien Dominik vor einem zweifachen Figurenopfer nicht abzuhalten. Das wurde später mit der Engine analysiert und es war tatsächlich beide Male der beste Zug. Also Glückwunsch an Dominik!!

Dilshaan an Brett vier hatte eine sehr interessante Partie und stand die ganze Zeit sehr gut, am Ende sah eh leider eher schlecht aus. Bei Chris an Brett zwei sah es leider zum Schluss auch nicht gut aus. Aufgrund des Spielstandes reichte uns ein halber Punkt aus beiden Partien für den Mannschaftssieg.

Um 17:55 Uhr gab Dilshaan Dauerschach und sicherte somit den Mannschaftssieg.

Fünf Minuten danach musste sich Chris nach einer sehr sehr spannenden Partie geschlagen geben.

Somit konnten wir eine starke Mannschaft aus der Liga schlagen.

Wir haben als Mannschaft gespielt und als Mannschaft gewonnen!

  • Emre

SV Horst-Emscher  –  SV Unser Fritz

Nachdem wir in der letzten Woche Mülheim 1 besiegt hatten, mussten wir letzten Samstag, am 29.11 wieder die Jugendverbandsliga spielen.

Dieser Bericht wird (leider) sehr kurz, weil wir die ersatzgeschwächte Mannschaft von Horst innerhalb von einer Stunde 6-0 geschlagen haben.

Zuerst gewann Jan an Brett drei, danach Gheyth an Brett vier. Nach einigen Minuten erhöhte Yusuf an Brett zwei auf 3-0 kurz danach Mahyar an Brett sechs auf 4-0. Georgi an Brett fünf und ich an Brett eins gewannen unsere Partien zeitgleich und gewannen somit 6-0 gegen Horst-Emscher.

Als nächstes spielen wir gegen Unna und hoffen, dass wir nachdem Kampf immernoch die Tabellenspitze für uns behalten können.

– Emre