SV Bönen 1 – SV Unser Fritz 1
Am vergangenen Sonntag (27.09.) stand die zweite Runde der Verbandsliga an. Nach unserem souveränen Auftaktsieg gegen den SC Hansa Dortmund traten wir diesmal zu Hause gegen den SV Bönen an.
Den ersten vollen Punkt des Tages holte Martin Müller am vierten Brett. Gegen die Französische Verteidigung seines Gegners startete er einen sehenswerten Königsangriff und brachte uns damit mit 1:0 in Führung.
Leider musste sich anschließend Rainer Kaeding an Brett 1 seinem Gegner FM Fabian Schlautmann geschlagen geben. Gegen seinen rund 200 DWZ-Punkte stärkeren Gegner wehrte sich Rainer lange, musste ihm am Ende jedoch zum Sieg gratulieren.
Danach brachte uns Emre Demirörs an Brett 5 erneut in Führung. Seinen Mehrbauern am Damenflügel konnte er erfolgreich durchbringen und nach einem erzwungenen Damentausch die Partie für sich entscheiden.
Kurz darauf remisierte Heiko Nowicki an Brett 8. Aus der Caro-Kann-Verteidigung heraus konnte er keinen entscheidenden Vorteil erzielen, sodass man sich schließlich auf eine Punkteteilung einigte.
Jörg Rostek an Brett 7 unterlief in einer geschlossenen Stellung leider ein folgenschwerer Fehler. Nach einem falschen Damenzug ließ sich seine Dame nicht mehr retten und er musste seinem Gegner zum Sieg gratulieren.
Anschließend endete auch die Partie von Nico Lauenstein am sechsten Brett mit einem Remis. In einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und einer symmetrischen Bauernstruktur war für keine Seite mehr entscheidend durchzukommen.
Dirk Rutz an Brett 3 spielte eine spannende Angriffspartie, in der er sogar eine Figur für seinen Angriff opferte. Sein Gegner verteidigte sich jedoch zäh, sodass sich beide schließlich auf eine Punkteteilung einigen mussten.
Damit stand es 3,5:3,5 und alles hing von der letzten laufenden Partie ab: Michael Jungebluth an Brett 2 musste die Entscheidung über den Ausgang des Mannschaftskampfes bringen.
Michael hatte zwar einen Mehrbauern, konnte diesen zunächst jedoch nicht entscheidend verwerten. Als seinem Gegner schließlich ein Fehler unterlief, griff Michael sofort zu und sicherte uns den entscheidenden Punkt.
Somit besiegten wir den SV Bönen knapp mit 4,5:3,5 und konnten auch den zweiten Mannschaftskampf der Saison für uns entscheiden.
Der Sieg wurde anschließend ganz traditionell bei einem gemeinsamen Essen im Sale e Pepe in Wanne-Eickel gefeiert. 🙂
SG Kaarst 1 – SV Unser Fritz 1
Am vergangenen Samstag (26.09.) feierte unsere erste Jugendmannschaft ihr Debüt in der Jugend-NRW-Liga. Zum Auftakt ging es auswärts gegen die SG Kaarst 1.
Den ersten Punkt des Tages holte Till Komisarek an Brett 6 und brachte uns damit früh in Führung. Nachdem er die Dame seines Gegners gewinnen konnte, ließ er sich den Vorteil nicht mehr nehmen und stellte auf 1:0.
Kurz darauf erhöhte Georgiy Tesla an Brett 5 auf 2:0. Er hatte sich einen materiellen Vorteil erspielt und konnte diesen souverän zum Sieg verwerten.
An Brett 2 erwischte Emre Demirörs keinen optimalen Start und kam eher schlecht aus der Eröffnung. Im weiteren Verlauf gelang es ihm jedoch, die Partie zu drehen. Im Endspiel konnte er seinen Gegner überspielen und schließlich seinen Mehrbauern zum Sieg verwerten. Damit stand es 3:0 für uns.
Zu diesem Zeitpunkt sah es bei Gheyth Tabshoo an Brett 3 alles andere als gut aus. Seine Stellung war zwischenzeitlich klar auf Verlust, doch er kämpfte weiter und schaffte es, die Partie in ein remises Turmendspiel abzuwickeln. Mit diesem halben Punkt war der Mannschaftssieg bereits gesichert.
Jan Wolf an Brett 4 musste sich leider geschlagen geben. In seiner Partie übersah er die sogenannte „Windmühlen“-Taktik, wodurch sein Gegner entscheidenden Vorteil erlangte. Am Ende musste Jan seinem Gegner zum Sieg gratulieren.
Damit lief nur noch die Partie von Nico Lauenstein an Brett 1. Nico setzte zum Abschluss noch einmal ein echtes Ausrufezeichen: Mit einer wunderschönen Taktik entschied er seine Partie für sich und sorgte für den 4,5:1,5-Endstand.
Somit gelang unserer ersten Jugendmannschaft mit einem 4,5:1,5-Auswärtssieg gegen die SG Kaarst 1 ein erfolgreicher Start in die Jugend-NRW-Liga.
Paarung:
Nico – Vincent Zander 1 – 0
Emre – Tim Retzsch 1 – 0
Gheyth – Leon Meisters 0,5 – 0,5
Jan – Danylo Osaulenko 0 – 1
Georgiy – Rohan Singh 1 – 0
Till – Alrayan Awad 1 – 0
Viererpokal 2026 Runde 1+2
Bereits am Freitag, den 18.09.2026, stand für unseren Verein die erste Runde im “4er-Pokal” an. Jeder Verein im Schachbezirk Herne-Vest ist für dieses Turnier spielberechtigt und kann eine Mannschaft stellen. Pro Runde müssen sich dann jeweils vier Vereinsmitglieder an die Bretter setzen, welche als Mannschaft jeweils eine lange Partie (90 Minuten für 40 Züge + 30 Minuten für den Rest der Partie + 30s pro Zug) spielen. Die Brettreihenfolge kann dabei frei gewählt werden. Zusätzlich können in jeder Runde andere Spieler eingesetzt werden. Hinzu kommt allerdings, dass im K.O.-System gespielt wird, also nur die Gewinnermannschaft eine Runde weiterkommt.
Die Auslosung der 1. Runde ergab für uns ein Heimspiel gegen die SG Rochade Disteln, wo mit ein spannenden Kampf gerechnet werden konnte. Und genau so war es auch. Zunächst gingen wir relativ schnell durch Jan Wolf an Brett 3 in Führung. Dieser nutzte einen Fehler seines Gegners in der Eröffnung aus und erlangte umgehend großen materiellen Vorteil. Sein Gegner wehrte sich noch lange gegen die Niederlage, aber auch auf potenzielle Matttricks fiel Jan nicht rein, sodass er das 1:0 für uns holte. An Brett zwei hingegen sah es weniger gut für uns aus. Dort wickelte Micha Jungbluth im Mittelspiel nicht gut ab, sodass er in Nachteil geriet. Dies konnte er nicht mehr korrigieren, sodass wir hier den Verlust hinnehmen mussten. In der Zwischenzeit war auch die Partie an Brett vier beendet worden. Dort einigte sich Lukas Suberski mit einem Minusbauern mit seinem Gegner auf Remis. Er hatte zwar Kompensation für den Bauern, aber einen Gewinnweg sah er nicht. Es kam somit auf die Partie an Brett 1 von Heiko Nowicki an. Wichtig an dieser Stelle zu erwähnen ist, dass ein Remis von Heiko zwar theoretisch für ein Mannschaftsremis (2:2) reichen würde, wir mit diesem Ergebnis allerdings nach der Feinwertung “Berliner Wertung” ausgeschieden wären. Siege an höheren Brettern sind bei dieser Feinwertung “mehr” wert als Siege an unteren Bretten (also in diesem Fall wäre der Sieg von Disteln an Brett 2 besser als unser Sieg an Brett 3!). Heiko musste also für den Mannschaftserfolg einen vollen Punkt holen. Nach langen Kampf in besserer Stellung verschaffte er sich um den 40. Zug rum, dann einen entscheidenden materiellen Vorteil. Wenig später war unser Weiterkommen nach einem wirklich spannenden Kampf auf Augenhöhe dann offiziell.
Letzten Freitag (25.09.2026) stand dann auch bereits die nächste Runde an. Diesmal brachte uns die Auslosung ein Stadtinternes Duell. Wir mussten auswärts zum SV Zeppelin, die in der ersten Runde ein Freilos erhielten. Durch zwei kurzfristige Ausfälle auf Zeppeliner Seite waren wir zwar an allen Bretten DWZ-mäßig überlegen, die Entscheidungen finden jedoch auf dem Brett statt. Dies wurde auch nach Beendigung der ersten beiden Partien klar. Während wir an Brett 3 durch Emre Demirörs einen souveränen Sieg holten, der seinen Gegner im Übergang zum Mittelspiel ein wenig überspielte und in Vorteil kam, sah es am vierten Brett genau andersherum aus. Dort geriet Lukas Suberski im Mittelspiel in materiellen Rückstand. Er versuchte dann noch mit aggressivem Spiel das Blatt zu wenden, dies gelang allerdings nicht mehr. Zwischenstand somit 1:1. Auch Micha Jungbluth, diesmal am ersten Brett eingesetzt, tat sich mit den weißen Figuren lange schwer. Ein Fehler seines Gegners brachte dann jedoch die Entscheidung zu seinen Gunsten und Micha gewann mit einem starken Königsangriff die Partie. Durch die Siege an Brett 1 und 3 war das Weiterkommen bereits sicher, sodass Heiko Nowicki an Brett 2 diesmal seine Partie ohne Druck zu Ende spielen durfte. Heiko machte im Mittelspiel viel Druck am Damenflügel und schritt mit seinem Mehrbauern auf dieser Seite voran. Dies machte letztlich den entscheidenden Unterschied, sodass wir uns mit einem 3:1 durchsetzen konnten. Unabhängig vom Schach spielen, war es auch so ein schöner Abend mit viel Spaß und netten Gesprächen.
Die 3.Runde (Halbfinale) wird vermutlich am 09.10.2026 ausgespielt. Wir dürfen gespannt sein auf wen wir dann treffen werden und ob wir uns wie in der letzten Saison erneut den Einzug ins Finale sicher können.
1. Unser Fritz Jugendopen
Bereits am Samstag, 12.09.26, haben wir das 1. Unser Fritz Jugendopen ausgerichtet. Insgesamt setzten sich dabei 86 Teilnehmer aus 22 Vereinen in den Altersklassen U8, U10, U12, U14 und U16/U18 an die Bretter. Gespielt wurden in der U8 sieben und in allen anderen Gruppen neun Runden Schnellschach, mit einer Bedenkzeit von 13 Minuten + 2 Sekunden pro Zug.
Der Start des Turniers war leider etwas holprig, da wir ein paar Probleme mit der Gruppeneinteilung von Spielern und der Auslosung hatten. Unser Turnierleiter Julian Tober ließ sich davon aber nicht stressen und hat für jedes auftretende Problem eine gute Lösung gefunden, sodass alle Spieler mit etwas mehr Verzögerung als erhofft ins Turnier starten konnten. Der Rest des Turniers lief in den einzelnen Gruppen unter der Beaufsichtigung von Michael Jungbluth, Nico Lauenstein, Julia Boldt, Heiko Nowicki und Lukas Suberski dann sehr gut, sodass wir unseren vorab geschätzten Zeitplan problemlos einhalten konnten. Dank der Hilfe von Franz Wolf, Rolf Willie, Till Koch, Martin Pohl, Nils Nioduschewski und Linda Wittelsbach wurden unsere Gäste auch durchgehend mit kalten Getränken, Kuchen und Donuts, Brühwürstchen und vielem mehr versorgt. Jeder Teilnehmer bekam dafür extra von den 10€ Startgeld 5 Wertmarken, die gegen Speisen und Getränke eingetauscht werden konnten, was von den meisten auch gut angenommen wurde. Hinterher waren fast alle Weltmarken wieder zu uns zurückgekehrt.
Schachlich war das Teilnehmerfeld ebenfalls sehr reichhaltig gemsicht. Von Spielern aus der Schulschach-AG die ihr erstes “richtiges” Turnier bestritten bis zu erfahrenen Turnierspielern war alles vertreten. Die Gewinnerin in der U8 hieß am Ende Sofia Diadichenko (Düsseldorfer SK), gefolgt von Carlo Theodor Beck und David Kirschbaum. Den Preis für das beste Mädchen erhielt Jana Winkler. In der U10 setzte sich Leonhard Giannopoulos (SV Erkenschwick) durch. Dahinter landeten Yurii Makoveienko und Jonas Kirschbaum. Bestes Mädchen wurde Käthe Bungarten. In der U12 konnten sich Liam Zheng (Düsseldorfer SK), Alice Shiqian Li, Christian Kirchner und Adela Popescu über Pokale freuen. Ganz vorne in der U14 stand nach neun Runden Surya Panickerkandy (Mülheim-Nord). Dahinter reichten sich Felix Limbourg und Alexander Vulkah sowie als bestes Mädchen Dalia Gutkin ein. Die U16 und U18 wurde zwar spielerisch als eine Gruppe ausgetragen, die Auswertung erfolgte jedoch separat. Somit wurden zum Abschluss nochmal 8 Gewinnerinnen und Gewinner nach vorne gebeten. In der U16 waren dies Alexander Limbourg (Mülheim-Nord), der ebenfalls den Gesamtsieg in der U16/U18 holte, vor unserem Spieler Gheyth Tabshoo und Boris Gutkin. Ahmet Ulas (Recklinghäuser SV) gewann die U18. Mit ihm auf dem Podium standen Heinrich Nguyen und Felix Bühning. Beste Mädchen wurden in der U16 bzw. U18 aus unserem Verein Sonja und Sophie Nioduschewski. Neben den Pokalen durfte sich jeder Teilnehmer unabhängig von seiner Platzierung noch über eine Tüte Weingummi freuen, was ebenfalls sehr gut bei den Teilnehmern ankam. Aus unserem Verein nahmen insgesamt 17 Jugendliche Teil.
An dieser Stelle nochmal recht herzlichen Dank an alle Teilnehmer, die Teil unseres ersten Jugendturniers waren. Verbesserungsvorschläge für das nächste Turnier nehmen wir natürlich sehr gerne entgegen 🙂
Des Weiteren auch danke an alle Unterstützer, egal wie viel Zeit und Arbeit jeder aufbringen konnte. Ohne viele Leute, die mit anpacken wäre so eine Veranstaltung nicht möglich. Und zu guter letzt auch danke an den Schachversand Niggemann, die uns ihr Schachmaterial für das Turnier zur Verfügung gestellt haben!
7:1 Kantersieg für Unser Fritz I gegen Hansa Dortmund
Der 1. Mannschaft gelang zum Auftakt der diesjährigen Saison eine echte Überraschung: Mit 7:1 wurde die ELO-stärkste Mannschaft der Verbandsliga, Hansa Dortmund, überraschend deutlich und auch in der Höhe verdient geschlagen!
Hierbei muss man wissen, dass Hansa Dortmund in der letzten Saison noch in der NRW-Klasse gespielt hat und nur mit sehr viel Pech abgestiegen war.
Die Chronologie des Mannschaftskampf ist einfach zu erzählen. Zuerst gerieten wir durch eine Niederlage von unserem Youngster Nico, dem ein Bauer abhanden kam, in Rückstand. Bei dieser Niederlage blieb es dann aber auch. Den Ausgleich besorgte ich (Rainer) an Brett 2 durch einen recht überzeugenden Schwarz-Sieg gegen das Londoner System meines 43 Jahre jüngeren Gegners. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Michael, Jörg, Heiko und Martin gewannen relativ schnell und kurz hintereinander, so dass wir schon mit 5:1 uneinholbar in Führung lagen. Das war unserem Team aber noch nicht genug. Dirk setzte an Brett 4 seinen Gegner mit schwarz immer mehr unter Druck und baute diverse Fesselungen zum Sieg aus. Den Schlusspunkt setzte unser neues Brett 1. Markus gab nach 7jähriger Wettkampfpause ein bärenstarkes Comeback und gewann seine Partie nach spannenden Verwicklungen im Mittelspiel, wobei auch die Verwertung des Vorteils im Endspiel äußerste Präzision erforderlich machte.
Nach Runde 1 stehen wir also an der Tabellenspitze. Ob wir diesen Level halten können, wird sich schon in 3 Wochen bei unserem Heimspiel gegen Bönen zeigen.
Bericht zur Recklinghäuser Schachwoche 2026
Letzte Woche (17. – 23.08.26) stand wieder die Recklinghäuser Schachwoche auf dem Plan. Das vom Recklinghäuser SV jährlich ausgetragene Turnier im Pfarrzentrum St. Gertrudis zeichnet sich einerseits dadurch aus, dass pro Tag nur eine Runde zu spielen ist. Andererseits spielt auch die entspannte Turnieratmosphäre eine wichtige Rolle, wo die Spieler gerne nach den Runden noch bei einer Currywurst, einem kalten Getränk oder einem Stück Kuchen zusammenbleiben. Dennoch war dieses Jahr vom SV Unser Fritz nur Chris Engelmann dabei, was vermutlich auch am parallel laufendem “Sommerschach” in Dortmund lag, wo einige Unser Fritzer dran teilnahmen.
Mit der klassichen Verzögerung, wie bei fast jedem Turnier, und zusätzlich einem streikenden Drucker, begann am Montag (17.08.26) die erste Runde mit 79 Teilnehmern. Angesetzt waren 7 Runden im Schweizer System mit 90 Minuten für 40 Züge + 30 Minuten für den Rest der Partie + 30s pro Zug. Chris bekam es in Runde 1 sofort mit einem der acht Titelträger zu tun. Sein Gegner war Heiko Kummerow vom SV Erkenschwick. Chris schenkte früh einen Bauern her, bekam diesen zwar im Partieverlauf zurückgeschenkt, patzte im Endpsiel aber erneut, sodass Heiko den vollen Punkt einfuhr. In Runde zwei lief es genau anders herum, dort verrechnete sich Chris Gegner bei einem Bauerndurchbruch in einem ausgeglichenen Turmendspiel und Chris nahm den vollen Punkt mit in Runde 3. Dies war das nächste Bezirksduell gegen Guido Seppelfricke von Rochade Disteln. In einer DWZ-gewerteten Partie konnte diesen bisher kein Unser Fritzer schlagen. Und es blieb weiterhin dabei. Chris bekam kein Gegenspiel und Guido beendet die Partie mit einem schönen Damenopfer. In Runde 4 bot sich eine spannende Königsgambit-Partie, wo sich Chris im Mittelspiel Vorteile erkämpfen konnte und somit den Niederlage/Sieg-Trend fortsetzen konnte. Und dieser Trend ging auch in Runde 5 weiter. Weil Chris eine gute Chance auf Gegenspiel verpasste, wie ihm sein Gegner hinterher zeigte, stand er zu gedrückt. Als dann noch sein Läufer kein Feld mehr hatte, musste er seinem Gegner endgültig gratulieren. Erwartungsgemäß wäre in der nächsten Runde wieder ein Sieg dran gewesen, was auch Chris Ziel war und er somit das zwischenzeitliche Remisangebot seines Gegner ablehnte. Allerdings musste er sein Ziel korrigieren, als er wie in Runde 1 einen Bauern einstellte. Nach über 5 Stunden Spielzeit beendete Chris nächster Fehler die Partie im Damenendendspiel. Sein Gegner schaffte es die Damen zu tauschen und der Mehrbauer machte somit den Ausschlag.
Da sich Chris für die letzte Runde am Sonntag abgemeldet hatte, endete das Turnier für ihn mit 2 aus 6. Wie in den vergangenen Monaten sehr oft, beschreiben es aus schachlicher Sicht die Worte eines Zuschauers an ihn (“das Turnier läuft echt nicht gut für dich”), sehr treffend. Die super Verpflegung, die entspannte Atmosphäre und die lustigen Gespräche mit den anderen Teilnehmern und Zuschauern sorgten dennoch für gute Stimmung.
Bleibt noch dem Gewinner Tom Rebentisch (6/7), vor Simon Knudsen, Kemal Bashirov, Jakob Weidemann und Tobias Jugelt (alle 5,5 Punkte) zu gratulieren. Und natürlich vielen Dank zu sagen an Turnierleiter Franz Schulze-Bisping und den RSV. Ihr seht sicherlich auch im nächsten Jahr wieder mindestens einen Unser Fritzer, auch wenn das Spiellokal gewechselt werden muss 🙂
Unser Jugendopen
Liebe Schachfreunde,
unser Jugendopen wird am 12.09.2026 stattfinden. Ihr könnt gerne die Ausschreibung an Interessierte weiterleiten und Helfer*innen können sich bei Michael Jungbluth, Julian Tober oder an Emre Demirörs wenden.
Ausschreibung JugendopenHerbst + Advent 2026
Vereinsabende freitags 19:30
Jugendtraining freitags 17:45-19:45
im Pfarrzentrum St. Barbara Hofstr 2, 44649 Herne
11.09.2026 Schach960 Turnier, danach Aufbau für Jugendopen
12.09.2026 1. UF Jugendopen, 10:15
13.11.2026 Hand & Brain Turnier
11.12.2026 Weihnachtsfeier
Unser Fritz 1 – SV Erkenschwick 2 (Jugend)
Letzten Samstag (13.06.26) stand ein sehr wichtiges Spiel unserer Jugendmannschaft an. Gespielt wurde bei der zweiten Jugendmannschaft des SV Erkenschwick. Und es ging um nichts geringeres als den Aufstieg in die Jugend-NRW-Liga. Dieses Spiel hat sich unsere Jugendmannschaft über die ganze Spielzeit 2025/26 erspielt, indem sie ihre 5 Gruppenspiele in der Jugendverbandsliga gewann und sich somit als Gruppensieger gegen den Sieger der anderen Gruppe, Erkenschwick 2, messen durfte. Auch wenn wir als Außenseiter in diesen Kampf gegangen sind und alles richtig laufen musste, gab das Team um Mannschaftsführer Emre Demirörs und Trainer Martin Müller alles. Somit konnten wir auch an Brett 5 durch Jan Wolf mit 1:0 in Führung gehen, nachdem er den Fehler des Gegners sofort bestraft. Nachdem wenig später Nico Lauenstein am Spitzenbrett gegen den ehemaligen Unser Fritzer Maxi Riechenberg durch ein Königsangriff Matt setzte und somit auf 2:0 stellte wurde die Überraschung wahrscheinlicher. Wenig später war der Sieg dann sicher. Gheyth Tabshoo setzte seine starken Lauf vom Basic-Turnier fort und stellte an Brett 6 auf 3:0, während Emre den Mannschaftssieg mit seinem Remis an Brett 2 sicherte. Der Aufstieg in die NRW-Liga war geschafft. Nach längerem Kampf, inklusive Zeitnotphase machte Dilshaan Dehne in einer langen geschlossenen Stellung das Ergebnis deutlich. Er erspielte sich immer mehr Vorteile und erhöhte auf 4,5:1,5. Einzig Yusuf Otuk musste sich seinem knapp 400 Punkte stärkeren Gegner geschlagen geben, spielte aber dennoch eine sehr starke Partie, wo vermutlich auch mehr für Yusuf drin war.
An dieser Stelle bleibt mir nur zu sagen: Herzlichen Glückwunsch an die gesamte Mannschaft. Der Aufstieg in die Jugend-NRW-Liga ist einer der größten Erfolge (oder vlt sogar der größte Erfolg) unserer Jugend in den vergangenen Jahren. Dies ist aber nicht nur der Leistung der Spieler selbst zu verdanken, sondern auch dem gesamten Trainer und Betreuer-Team des Vereins. Jeder Einzelne kann sehr stolz auf das sein, was er geleistet hat und wie er zu dem Erfolg beigetragen hat. Als Spieler waren das in dieser Saison, neben den oben genannten, zusätzlich: Georgiy Tesla, Berat Akdag, Mahyar Mazaheri, Sonja Nioduschewski, Sophie Nioduschewski, Max van Tiggelen und Julia Boldt. Besonderer Dank gilt auch nochmal Yusuf und Dilshaan, die zwar aktiv zum Aufstieg beigetragen haben, selbst aber leider nächste Saison aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr antreten dürfen. Allen anderen wünsche ich an dieser Stelle schonmal viel Erfolg für die kommende Saison, mit vielen spannenden Begegnungen und dem klaren Ziel die Liga zu halten. Und vlt treffen wir dann in der Saison 2027/28 auch wieder auf die zweite Mannschaft des SV Erkenschwick und dürfen uns in naher oder ferner Zukunft auch mal mit ihrer ersten Mannschaft in der Jugendbundesliga West messen 😉
Paarungen:
Nico – Maximilian Riechenberg 1 : 0
Emre – Robin Schulz 0,5 : 0,5
Yusuf – Phillipp Allen 0 : 1
Dilshaan – Mariia Bohatyrova 1 : 0
Jan – Nico Rychlak 1 : 0
Gheyth – Ubeyd Pazar 1 : 0
Unser Fritz Open & Basic 2026
In der vergangenen Woche (02. – 07.06.26) fand wieder unser eigenes Turnier statt, nun bereits die 15. Auflage. Neben dem Hauptturnier, dem Unser Fritz Open “UFO”, in Verbindung mit der Ruhrgebietsmeisterschaft, ging auch wieder das vor einigen Jahren eingeführte “Basic” Turnier für Spieler mit einer Spielstärke bis 1700 DWZ an den Start. Nachfolgend ein paar Einblicke zum Turnier aus drei Blickwinkeln.
1. Schach
Gespielt wurden in beiden Turnieren 7 Runden im Zeitmodus 90 Minuten für 40 Züge + 30 Minuten für den Rest der Partie + 30s pro Zug. Gespielt wurde von Dienstag bis Freitag jeweils eine Abendrunde, ehe am Samstag von morgens an die einzige Doppelrunde gespielt wurde. Den Abschluss machte die Sonntagmorgenrunde + Siegerehrung.
Im UFO gingen 88 Teilnehmer an den Start, davon 12 Titelträger. Davon war mit CM Rainer Kaeding leider nur ein Titelträger von Unser Fritz dabei. Und gleichzeitig war er leider auch der einzige Unser Fritzer überhaupt im A-Turnier. Umso erfreulicher ist es, dass er uns schachlich dennoch super vertreten hat. Neben einem “Bye” am Samstag Morgen, was aufgrund des kurzen Wechsels von Freitag Abend auf Samstag morgen und der zusätzlich anstehenden Nachmittagsrunde verständlich ist, hat Rainer nur 2 Punkte abgegeben. Was aber gegen FM Tom Rebentisch (Endplatzierung Platz 2 mit 6 Punkten) und IM Tobias Jugelt (Platz 1 mit 6 Punkten) keine Schande ist. Am Ende steht ein sehr guter Platz 15 mit 4,5 Punkten in der Endtabelle. Dritter des Turniers wurde FM Kemal Bashirov vor FM Thomas Michalczak und FM Raphael Kracht. Auch wenn Rainer die Hauptpreisgelder verpasst hat, sicherte er sich mit seinen Erfolgen zumindest noch einen Sonderpreis. Ob es der Jugend- oder doch Seniorenpreis war, ist dem Autor dieses Textes nicht genau bekannt 😉
Im Basic kamen 66 Spieler zusammen, insgesamt in beiden Turnieren also 154 (neuer Teilnehmerrekord!). Davon 18 Unser Fritzer, wovon aber einige aufgrund ihrer positiven Entwicklung im kommenden Jahr Rainer im Open Gesellschaft leisten werden. Neben dem neuen Teilnehmerrekord konnte noch eine weitere Premiere gefeiert werden. Zum ersten Mal in der Geschichte des Unser Fritz Opens bzw. Basics stand nach der 6. Runde fest, dass unser Verein den Turniersieger stellt. Nur wessen Name ganz oben stehen sollte war noch unklar, denn in Runde 7 kam es zum Aufeinandertreffen zwischen Gheyth Tabshoo und Lukas Suberski. Bei einem Sieg von Lukas wäre er Turniersieger, ansonsten Gheyth. Gheyth bestätigte allerdings seine starke Turnierleistung, sodass Lukas in ein Remis einwilligen musste, um noch etwas Zählbares mitzunehmen. Gheyth blieb damit ungeschlagen und wurde mit 6 Punkten sehr souverän und hochverdienter Turniersieger. Lukas hingegen konnte sich mit 5,5 Punkten zumindest noch gute Hoffnungen auf Platz zwei machen. Und als die oberen Ergebnisse feststanden, wurde dies auch bestätigt. Punktgleich mit ihm landeten Bodo Nizak und Can Ali auf Platz 3 und 4. Fünter wurde mit 5 Punkten Mark Schocke. Einen Doppelsieg gab es für uns auch in der Ratinggruppe unter 1100 DWZ. Hier durften sich Emir Demirörs und Elias Moiseev über eine kleine Taschengelderhöhung freuen. Die weiteren Platzierungen der Endtabelle der Unser Fritzer sehen wir folgt aus: 11. Dominik Moruzgala (4,5 Punkte), 14. Georgiy Tesla (4,5), 33. Nils Nioduschewski (3,5), 34. Till Kommisarek (3,5), 36. Emir (3,5), 38. Elias (3,5), 46. Max van Tiggelen (3), 47. Günter Gores (3), 52. Jan Wolf (2,5), 53. Berat Akdag (2,5), 57. Nick Heckmann (2), 59. Josef Mrowetz (2), 60. Jamie Prause (2), 62. Mohammed Maddane (2), 66. Luis Betting (1).
An dieser Stelle auch vielen Dank an das Schiedsrichter-Team Frank Strozewski und Franz Schulze-Bisping, die die Turniere betreut haben. Und natürlich auch an unseren Turnier- und Vereinschef Julian Tober für die gesamte Turnierorganisation und die viele Arbeit, die dahinter stand.
2. Verpflegung
Die gute Arbeit in der Küche in den letzten Jahren hat sich offensichtlich rumgesprochen. Denn bereits am ersten Abend sah man viele hungrige und durstige Gesichter an der Verkaufstheke. Insbesondere Currywurst, Gulaschsuppe, Hot Dogs oder einfach nur eine kalte Wurst mit Toast gingen an die Leute raus. Nur frisch gezapftes Pils lief nicht. Und zwar wortwörtlich. Aufgrund eines Defekts an der Zapfanlage hat sich über Nacht das gesamte Kühlwasser inklusive dem Bier in der Leitung in einen Eisblock verwandelt. Martin Pohl und Ingo Engelmann blieb nichts anderes übrig als die Ruhrpott-Mentalität wieder aufleben zu lassen und den Eisblock über Stunden bergmännisch abzubauen. Dafür hier auch nochmal ein fettes DANKE für diesen Einsatz.
Die nächsten Tage lief dann aber glücklicherweise alles reibungslos. Bis teils spät in die Nacht verkauften unsere Leute oftmals alles, was da war. Egal ob es die “Best Donuts in Town” waren, wie auf einem Blechschild zu lesen war oder die vielen selbstzubereiteten Salte und mit Liebe gebackenen Kuchen. So konnte auch der kritischte Käsekuchentester zufrieden gestellt werden, wenn er denn noch ein Stück abbekommen hat. An dieser Stelle möchte ich daher auch nochmal meinen herzlichsten Dank an die zahlreichen Kuchen- und Saltspender weitergeben. Wir haben nur sehr positive Rückmeldungen dazu erhalten. Im nächsten Jahr werden wir das Angebot definitiv erweitern, um die hohen Nachfragen auch weiter zu decken 😉
Zusätzlich auch nochmal ein großes Lob an das gesamte Catering-Team, welches unserem Küchenchef Micha Jungbluth tatkräftig unter die Arme gegriffen hat. Insbesondere unser Kassierer Rolf Willie und der letzte Stadtmeister von Wanne-Eickel Franz Wolf. Aber auch Martin und Ingo sind an dieser Stelle nochmal zu benennen.
3. Rahmenprogramm
Auch in diesem Jahr hat sich unser Team wieder sehr bemüht für gute Stimmung zu sorgen und ein gelunges Gesamtpaket zusammenzustellen. Das Highlight war sicherlich wieder das Grillen am Samstag, wo wir extra unseren Grillmeister aus Köln haben einfahren lassen, seit kurzem unter dem neuen Namen Peter Henseler (an dieser Stelle nochmal Glückwunsch zur Hochzeit und vielen Dank dass du unseren Verein weiter mit im Herzen trägst).
Aber auch das “Reste”-Grillen am Sonntag war nochmal sehr beliebt, sodass nichtmal unser Küchenchef noch ein Putensteak abbekommen hat. Zusätzlich für Erheiterung sorgte, dass die Spieler am Freitagabend nicht nur Hot Dogs bekamen, sondern auch von einem Hot Dog bedient wurden. Und auch die Freigetränke, die für “besondere” Leistungen, wie den “Blitzgott” (Schnellster Sieg) oder auch zumindest als kleiner Trost für kampflose Partien herausgegeben wurden, damit die Anreise nicht ganz umsonst war, sorgten für gute Laune bei den Spielern. Zusätzlich erhielten auch die Spieler mit den meisten Teilnahmen dieses Jahr ein Freigetränk. Zu guter letzt gingen Samstag Abend dann noch einige (Cola-)Biere raus, als am Abend das Testländerspiel USA-Deutschland gezeigt wurde.
Abschließend noch ein persönliches Fazit von mir (Chris): Insgesamt war es für mich ein wunderbares Turnier, wo (fast) alles gestimmt hat. Die viele Arbeit im Vorfeld und während des Turniers, gepaart mit teils wenig Schlaf, waren für alle Helfer im Vorder- und Hintergrund sehr anstrengend und teils sehr stressig. Auch wenn ich einige Helfer hier nicht namentlich erwähnt habe und ich es vlt auch gar nicht mitbekommen habe, weil ich selbst 6 Tage unter Anspannung stand: Ohne eure Hilfe und so eine echt gute Zusammenarbeit, wäre das alles wieder nicht möglich gewesen. Ich persönlich sehe auch wenig Optimierungsbedarf, was in Zukunft noch besser laufen kann. Wenn jemand anderes was ansprechen möchte, sind wir aber immer offen dafür 🙂 Was mir definitiv fehlen wird, ist die Geselligkeit, die gute Stimmung und die netten Theken-Gespräche. Ich hoffe ich sehe viele Spieler auch im nächsten Jahr wieder. Und dann hoffentlich auch ein paar mehr Unser Fritzer, egal ob zum Vereinsabend, zum gemeinsamen Fußball schauen oder auf eine Currywurst und ein frisch gezapftes Bier.
In der Sommerpause sind wir aber weiterhin nicht. Nächsten Samstag steht der Aufstiegsstichkampf für die NRW-Liga unserer ersten Jugendmannschaft an. Gespielt wird um 14:00 Uhr beim SV Erkenschwick (AWO-Zentrum, Stimmbergstr. 217, Oer-Erkenschwick), kommt gerne vorbei und unterstützt unsere Jugend.
Sonntags veranstalten unsere 2. und 4. Mannschaft ein kleine Aufstiegsfeier in die Verbandsklasse bzw. in die 1. Kreisliga. In knapp einem Monat feiern dann auch alle Vereinsmitglieder zusammen (nachträglich) das 70-jährige Bestehen unseres Vereins (meldet euch gerne bei Julian dafür noch an!). Zeitgleich beginnen jetzt die Planungen für die nächste Saison und unser Jugendturnier. Die gute Zusammenarbeit und das (noch) ausbaufähige Zusammenleben und Zusammenfeiern im Verein geht weiter. Es sind definitiv weitere Aktionen im Verein geplant, die dann hoffentlich auch Anklang finden werden.
Einladung an die Mitglieder vom SV Unser Fritz
Hallo zusammen,
leider fällt das Jugendtraining am Freitag, den 5.6., aus, da in dieser Woche unser eigenes Schachturnier mit über 150 Teilnehmern stattfindet.
Ihr seid aber herzlich eingeladen, trotzdem vorbeizukommen und zuzuschauen. Das Turnier findet ebenfalls im Barbara statt.
Am Freitag gibt es für alle Vereinsmitglieder kostenlose Getränke. Außerdem werden Speisen zu sehr günstigen Preisen angeboten.
Natürlich seid ihr auch an allen anderen Turniertagen willkommen. Am Samstag findet ab 12:00 Uhr unser Grilltag statt.
Das Turnier läuft von Dienstag, den 2.6., bis Sonntag, den 7.6. Kommt gerne vorbei, schaut spannende Partien an und verbringt ein paar schöne Stunden mit uns!
Wir freuen uns auf euch!
Bootcamp (Pfingstfahrt 2026)
Am letzten Pfingst-Wochenende stand von Freitag bis Dienstag (22.05. – 26.05.26) unsere jährliche Wochenendfreizeit mit der Jugend an. Begleitet wurden unsere 12 Jugendlichen und Joris Weiler von Rochade Disteln von Martin Müller, Julian Tober, Micha Jungbluth, Emre Demirörs, Lukas Suberski, Nils Nioduschewski und Chris Engelmann, sodass insgesamt 20 Mitfahrer zusammen kamen. Gebucht wurden für die Unterbringung in einem Ferienpark in Weert, in der Nähe von Venlo, drei Bungalows, die im Gegensatz zum letzten Jahr auch etwas geräumiger waren.
Der Freitag stand hauptsächlich im Sinne der Anreise. Chris machte sich schon früh mit dem Zug auf den Weg nach Weert, während die meisten anderen Mittags mit den vollgepackten Autos in Richtung Niederlande unterwegs waren. Wobei Mue leider nicht oft genug erwähnt hat alles wichtige einzupacken. So kam es dazu, dass ein Mitfahrer seinen Ausweis zu Hause liegen gelassen hat (1). Sonja und Sophie Nioduschewski konnte das allerdings nicht passieren. Sie hatten scheinbar alles in doppelter Ausführung in ihren großen Koffern dabei (2). Außer einem großen Einkauf und dem Bezug der Bungalows ging an diesem Tag nicht mehr viel. Da Gheyth Tabshoo und Jan Wolf abends ebenfalls mit dem Zug nach Weert kamen, wurde die Abholung mit einem gemeinsamen Auftaktessen beim Dönermann kombiniert. Anschließend wurde der Abend noch in gemütlichem Beisammensein ausklingen gelassen, nachdem wir eine der Chipkarten für das Bungalow nach einer kurzen Suche doch gefunden haben (3). Nachdem Micha die Herausforderung bewältigte eine 10-Punkte-Aufgabe aus dem gelben Buch zu lösen (4), gingen (fast) alle auch früh ins Bett um nicht den ganzen nächsten Tag zu verschlafen.
Am Samstag Vormittag stand dann die erste Schacheinheit an. Trainiert wurde sowohl als Gruppe am Demobrett als auch einzeln an Taktikaufgaben. Und obwohl Gheyth seine schnelle taktische Auffassungsgabe fast immer richtig unter Beweis stellte, unterlief auch ihm in einer Partiebesprechung ein vorschneller Zugvorschlag, der zum eigenen Verlust geführt hätte (5). Die Mittagszeit wurde zum Kauf eines neuen Grills (6) und warten auf Julian und Emre, die erst Samstag anreisen konnten, genutzt. Später am Nachmittag wurde noch eine Runde Minigolf in der Parkanlage gespielt, nachdem Mue am Tisch auf der Terasse ausgeschlafen hat (7). Obwohl Berat Akdag auf einer Bahn die 7 aufschreiben musste (8), konnte er sich im internen Kampf gegen Elias Moiseev und Till Kommisarek durchsetzen. Gegen Familie Nioduschewski hatten aber alle das Nachsehen. Nachdem die Schläger abgegeben wurden, ging es zu den Bungalows zurück. Es standen an diesem Tag noch Nudelessen und Blitzturnier an. Bis dahin waren die paar Tränen eines Mitfahrers auch wieder getrocknet (9). Eine besondere Spannung beim Blitzen bot die Partie von Berat und Chris. Zweiter hat den Mund, wie so oft, zu voll genommen und gewettet, dass Berat von 10 Blitzpartien keine gegen ihn gewinnt…Bereits nach der ersten Partie war die Wette entschieden und Chris war allen Jugendlichen eine Kugel Eis schuldig. Nach ein paar Runden Werwolf gingen die Jugendlichen schlafen und die Betreuer konnten in Ruhe ein kühles Getränk zu sich nehmen, wobei Julian keines von zu Hause mitbrachte (0).
Der Sonntag begann wieder mit einem Schachtraining. Da hier alle sehr gut mitmachten ging es zur Belohnung für einen Großteil der Mitfahrer ins Schwimmbad. Besonders Luis Betting freute sich, der schon am Tag zuvor danach fragte (10). Der Rest machte sich einen entspannten Tag im Bungalow und es wurde die Sonne genossen, Tandem gespielt oder mit einem der, nur sechs mitgebrachten, Schachbücher trainiert (0). Abends wurde dann der Grill angeschmissen und das Blitzturnier vom Vortag fortgesetzt. Hierfür kauften Micha und Lukas am Mittag noch ein und nutzten die Zeit für einen Abstecher zur Tankstelle (11). Beim Blitzen zeigte sich, dass konkrete Stellungen berechenbar sind, der Ausgang einer Partie jedoch nicht. Somit konnte sich Jamie Prause, einer unser neuesten Jugendlichen, sehr über den Sieg gegen ein deutlich stärkeren Spieler freuen. Dieser wiederum ging Chris schachlich so sehr auf die Nerven (12), dass es nach Ende der Partie zum ersten Mal “BINGO” hieß. Und auch Emir Demirörs konnte in mindestens einer Partie Matt setzen (13). Der Abend wurde von den Jugendlichen wieder mit Werwolf beendet. Auch wenn es dabei oft etwas lauter wurde, blieben Beschwerden der Nachbarn glücklicher Weise (oder leider) aus (0).
Auch am letzten richtigen Tag sollte sich am Ablauf (fast) nichts ändern. Zunächst wurde Schach gemacht, wobei der Verschleiß nicht nur den Mitfahrern, sondern auch dem Material anzumerken war. Ein Magnet einer Demobrettfigur musste leider dran glauben (14). Anders war allerdings, dass am Vormittag Lukas den Job von Nils übernahm und Kaffee kochte, wobei intensiv über die Stärke bzw. Schwäche des Kaffees geredet wurde (15). Der Nachmittag stand dann für alle zur freien Verfügung. Und es sollte ein guter werden, denn (Teller-)Scherben bringen bekanntlich Glück (16). So verstreuten sich alle im Laufe des Tages etwas. Eine kleine Gruppe machte sich auch am dritten Nachmittag auf den Weg ins Cafe (17), während andere intensiv Tandem oder Monopoly spielten. Natürlich wurden auch an diesem Tag wieder “Snaps” gemacht. Dies hatte zur Folge, dass Max van Tiggelen mit Mue eine Serie von 67 Flammen aufgebaut hat (18). Emir und Berat nutzten den freien Nachmittag hingegen für Bewegung und leihten sich Fahrräder aus. Micha und Chris erlebten eine unbeschreiblich tolle Fahrt auf einem Floß. Und Joris lernte die Unser Fritzer näher kennen. Nach dem gesunden Abendessen in der Snackbar, zu Lukas Freude mit wertvollen pflanzlichen Proteinen, löste Chris noch seine Wettschulden ein, es werden sicher nicht seine letzten gewesen sein. Zum Abschluss des Wochenendes wurde ein Tandemturnier veranstaltet. Man hätte hierbei nicht nur die Gewinnerteams für ihre Leistungen, sondern auch die tiefgründigen Namen “Wolfgang” und “Milchschnitte” ehren können. Da es für einen Einkauf im Parkladen leider zu spät war (0), musste für die letzte Abendversorgung auch noch in den Supermarkt gefahren werden. Und bevor alle in Ruhe zu Bett gingen, wurde es zuvor bei Werwolf, passend zum Namen, nochmal richtig laut bei den Diskussionen (19).
Am Dienstag wurden dann die Bungalows geräumt und die Autos geholt, was jedoch nicht so einfach war. Während manche fast ohne Auto vom Brötchen holen zurückgekommen wären, hatte Emre Probleme überhaupt zum Parkplatz zu finden (20). Letztendlich schafften wir es dann aber alle und kamen gut nach Hause zurück, auch wenn eines der Autos etwas länger brauchte. Teilweise vermissten sich die Mitfahrer schon nach so kurzer Zeit wieder, dass man sich in Wanne-Eickel im Bus direkt wiedergetroffen hat.
Nun noch ein paar Abschlussworte von mir (Chris):
Insgesamt war es ein intensives Wochenende mit einem Mix aus Schachtraining und Freizeit, wo auch der Schlaf ab und an zu kurz kam. Das warme Wetter spielte auch mit, sodass Till nichtmal einen Hoodie getragen hat (0). Dennoch gab es insgesamt vier “BINGO” und man sah viele freudige Gesichter und es herrschte fast immer gute Stimmung. Letztendlich war es für die Organisatoren der Fahrt auf jeden Fall ein abolut gelungenes Wochenende. Erfreulich war, dass alle, auch unser jüngster Mitfahrer Mohammed Maddane, so gut mitgewirkt haben und sich auf das vorbereite Programm eingelassen haben. Großer Dank auch hier nochmal an Emre, Lukas, Mue, Micha, Julian und Nils. Ohne euch, eure Zeit und Mühe wäre sowas alles nicht möglich.
Ich hoffe auf jeden Fall, dass alle Mitfahrer eine gute und spaßige Zeit hatten und die Gemeinschaft im Verein weiter zusammengewachsen ist. Und vlt hat die Fahrt auch die Grundlage für langfristige Freundschaften, oder auch mehr als das, hervorgebracht 🙂
Nun heißt es ein paar Tage die Ruhe genießen, die Mückenstiche verheilen lassen und dann
ab nächste Woche Dienstag wieder alles zu geben bei unserem eigenen Turnier. Als Spieler, Auf- und Abbauer, Organisator, Caterer, …
Ruhrhalbinsel Open 2026
Am langen Himmelfahrtswochenende (13. – 17.05.26) stand das traditionelle “Ruhrhalbinselopen” in Essen-Überruhr an. Gespielt wurden, wie in den vergangenen Jahren auch, 7 Runden an 5 Tagen im Zeitmodus 90 Minuten für 40 Züge + 30 Minuten für den Rest der Partie + 30s pro Zug. Am Donnerstagsfeiertag und am Samstag gab es jeweils Doppelrunden, dieses Jahr allerdings eine Stunde später als in den letzten Jahren. Durch den Spielbeginn um 11 Uhr sollte den Spielern ein bisschen mehr Ehrholungszeit von den Partien Mittwoch- und Freitagabend gegeben werden.
Insgesamt waren 15 Spieler von Unser Fritz am Start. Besonders erfreulich waren dabei zwei Dinge. Zunächst, dass Devonte Döring in Überruhr seine Turnierpremiere gab und mit 1,5 Punkten aus 6 Partien (1x spielfrei) abschließen konnte. Und Nico Lauenstein kam extra aus Plön in Schleswig-Holstein ins Ruhrgebiet, um mit uns das Schachwochende zu verbringen, auch wenn er durch die weite Reise die erste und letzte Runde aussetzen musste.
Der Turnierverlauf an sich bot ansonsten bei unseren Spielern keine größeren Überraschungen. Besonders die erste Runde war sehr übel. Da neben Nico, Emre Demirörs die erste Runde ebenfalls aussetzen musste, befanden sich alle unserer Spieler in der unteren Hälfte der 180 Teilnehmer. Wir mussten somit alle gegen deutlich stärkere Gegner an die Bretter. Chris Engelmann bekam es beispielsweise an Brett 4 mit FM Ilyas Gutkin zu tun. Einzig Lukas Suberski konnte hier seinem knapp 500 Punkte stärkerem Gegner ein Remis abnehmen. Im Verlauf des Turniers gab es dann für alle unsere Spieler machbarere Gegner, sodass nach Runde 6 auch Berat Akdag als einzig verbliebener Spieler mit einer “0” auf dem Punktekonto diese loswerden konnte.
Insgesamt lief das Turnier sehr reibungslos. Einzig der Samstag war recht unruhig. In der Vormittagsrunde wurde in der Kneipe am Turnierort zunächst RW Essen lautstark angefeuert und das Erreichen der Relegation für die 2. Liga gefeiert. Wenige Minuten nach Beginn der Nachmittagsrunde hallte ein “BINGO”-Ruf eines Spielers durch den Turniersaal. Und kurz danach begann wieder nebenan in der Kneipe eine große Party mit lauter Musik zum 60. Geburtstag. An dieser Stelle daher von uns nachträglich Glückwunsch an RW Essen zum Erreichen der Relegation, dem Spieler zum Bingo und der Person von der Feier zum 60. Geburtstag 🙂
Ein sehr starkes Turnier lieferte FM Ilyas Gutkin ab. Mit 6 aus 6 spielte er in der letzten Runde damit als Favorit um den Turniersieg. Allerdings setzte sich dort der Dauergast des Turniers, GM Daniel Hausrath, doch noch durch und sicherte sich mit 6,5 Punkten ungeschlagen den Turniersieg. Punktgleich mit FM Mykola Korchynskyi, der direkt in der 1. Runde ein Remis abgegeben hat und danach alles gewinnen konnte. Dritter wurde entsprechend FM Ilyas Gutkin vor Marcel Quast und Jan-Louis Wichtrup.
Für unsere Spieler ergaben sich folgende Ergebnisse: 60. Emre (4 Punkte), 72. Chris (4), 81. Nico (3,5), 119. Yusuf Otuk (3), 128. Lukas (3), 129. Max van Tiggelen (3), 133. Nils Nioduschewski (2,5), 140. Devonte (2,5), 143. Till Kommisarek (2,5), 145. Mahyar Mazaheri (2,5), 147. Elias Moiseev (2,5), 152. Emir Demirörs (2), 156. Sonja Nioduschewski (2), 162. Berat (2), 176. Sophie Nioduschewski (0,5).
Abgerundet wurde das ganze Turnier vorallem durch die gemeinsame Zeit unserer Spieler zwischen und nach den Runden. Insbesondere das gemeinsame Essen beim Sattmacher und das Zusammsitzen in der Eisdiele, aber auch die Partie-Analysen mit Martin Müller oder eine Runde Billiard in der Kneipe nebenan haben zu einem guten Gemeinschaftserlebnis beigetragen. Nun heißt es ein paar Tage entspannen, bevor es bereits am Freitag über das nächste lange Wochenende auf unsere diesjährige Pfingstfahrt geht, um die Gemeinschaft weiter zu stärken. Und vlt hallt dort auch ein Bingo durch das Bungalow.
-Chris
SVUF IV – Disteln 2
Josef M. verspielt den Aufstieg der 4. Mannschaft
oder
Wie man in 20 Sek. eine Partie gewinnt
oder
Ohne Frauen geht’s nicht
Unser Fritz 4 vs. Disteln 2 – 2,5:3,5
Beginnen wir es sachlich. Die 4. Mannschaft (ja, Mannschaft, d. h. diesmal ohne Frauen) kann nur noch durch ein Wunder aufsteigen. D. h. letzten Spieltag gegen den Tabellenführer Drewer gewinnen.
…
Alles sah so gut aus. Brett 4 stand offensiv und hätte und könnte … aber so ist das mit dem Hätte und Könnte. Aus unklarer Stellung verlor Michael Wessel als Erster. Gheyth spielte sein Schnellschach weiter. Sah es bedrohlich für ihn aus? Keineswegs! Nachdem er eine Figur (ich meine, es war der Läufer) gefesselt hatte, stand er besser da. Gerade so in netto 20 Sek. hatte er gewonnen!!
Mein 90-jähriger Nachbar spielte gegen einen 13-jährigen Jungen. Das Trauma eines Verlustes blieb ihm erspart. Dauerschach. Und dadurch Remis. Und ich, Josef? Ich kam gar nicht mit dem Schreiben mit, nachdem mein Gegner die E-Linie kontaminierte. Gegen den Ansturm der schwarzen Schwerfiguren war meine Verteidigung nicht gewachsen. Dummerweise stand sein Springer so gut, dass er meinem Gegenangriff (war es denn einer?) trotzen konnte. Ich war verloren.
Von Günters Partie habe ich leider nichts mitbekommen. Remis! Zwischenstand 3:2 für die Gäste. Was soll ich sagen: Hätte Rolf jetzt den Papst in der Tasche, hätte er aus dem Remis einen Sieg gemacht. Nur alle wissen – der Papst spielt kein Schach und Wanne-Eickel kennt er auch gar nicht. Rolf spielte Remis!
Und so endete der vorletzte Spieltag der Saison der 4. Mannschaft. Und … keine Vorwürfe an mich, der mit Weiß verloren hatte. Und … ich denke, Gheyst hat einen Preis verdient (Currywurst mit Pommes oder so)! Ich hingegen: Redeverbot für 3 Spiele am Vereinsabend oder Unkraut jäten bei Julian.
Macht’s gut.
Josef
