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Vereinsmeisterschaft Runde 6 (bis 08.11.2019)

Bei viel zu schönem Wetter (sonniges Spätsommerwetter) stand für uns, die neue Zweite mit dem Kern der dritten Mannschaft der letzten Spielzeiten, der Saisonauftakt auf dem Programm. Leider lief es nicht so rosig. Heiko war zu gierig und kassierte einen Bauern ein, der aber vergiftet war. Tückischerweise können Leichtfiguren auch zurückziehen und dadurch wurde der erobernde Springer gefesselt, der sich auf einer Diagonalen mit der eigenen Dame befand – ein Figurenverlust ohne Kompensation war unvermeidlich und von daher gab er die Partie auf.

Herbert stand irgendwie auf Kriegsfuß mit der Schachuhr und drückte sie mehrfach ohne einen Zug gemacht zu haben, was vom Gegner natürlich reklamiert wurde. In der dadurch entstehenden Unruhe stellte er eine Leichtfigur ein, spielte aber noch weiter, auch nachdem er zwei weitere Bauern geben musste. Nach nochmaligem Falschbedienen der Uhr wurde die ohnehin verlorene Partie abgegeben.

Schon aus der Eröffnung waren Günter und Ernst in Bedrängnis, während es bei Franz und Uli ausgeglichen aussah. Bei Gerd und Peter gab es Hoffnung. Allerdings würde es nach dieser Momentaufnahme nur für maximal 3 Punkte unsererseits reichen.

Franz und Uli spielten dann wirklich unspektakulär remis. Wie es der Zufall wollte, kam bei Franz ausgerechnet die Eröffnung aufs Brett, die er am Vereinsabend zwei Tage vorher mit Heiko spielte. Bis dahin hatte er mit Skandinavisch noch so gut wie keine Erfahrung, aber aus diesem Anlass hatte er sich ein bisschen was angesehen und sich für eine bestimmte Fortsetzung entschieden, die zwar keine entscheidenden Vor-, aber auch keine Nachteile einbrachte.

Günter wartete zu lange mit der Rochade, verlor zudem noch ein Tempo und so konnte sein Gegner am Damenflügel Druck aufbauen und die Initiative übernehmen, was letztendlich in Qualitätsgewinn und einer deutlich besseren Stellung mündete. Zusammen mit einer deutlichen DWZ-Überlegenheit (über 400 Punkte mehr als Günter) war es nur eine Frage der Zeit, bis Günter aufgab. Ebenso wie bei Heiko war ein Läufer, der auf die Grundreihe zog, der Entscheider. Möglicherweise lässt sich da ein schachpsychologischer Hintergrund erkennen: Man weiß zwar, dass Läufer auch wieder zurücksetzen dürfen, rechnet aber nicht damit, weil mit mehrmaligem Setzen einer Figur Tempi verschwendet werden können und man möglichst nach guter Positionierung der Figur strebt, was wiederum in eher wenigen Fällen die Grundlinie ist. Andererseits zog der Läufer bei Günters Partie auf die gegnerische Grundreihe, also nach vorne, was die These wieder etwas ins Wanken bringt… Von daher also zur nächsten Partie.

Ernst stand schon aus der Eröffnung heraus beengt und seine Figuren waren suboptimal koordiniert. Allerdings kam im Mittelspiel eine Phase, in der sein Gegner nicht so richtig weiter kam. Mit optimalem Spiel hätte Ernst in diesem Spielabschnitt noch ein Remis herausholen können, aber er traf die falschen Entscheidungen und letztendlich ging auch diese Partie verloren. Damit hatte Drewer bereits 5 Punkte sicher und der Mannschaftskampf war verloren.

Gerd hatte sich erst einen und später noch einen Bauern erobert und konnte mit den schwarzen Steinen seinen Vorteil in einen Sieg ummünzen.

Als letztes spielte Peter noch. Seine Partie war lange Zeit ausgeglichen mit leichtem positionellen Vorteil für ihn. Durch geschickte Manöver dominierte er zunächst im Zentrum und durch diesen Zentrumsdruck fühlte sich sein Gegner genötigt, die f-Linie zu öffnen, was wiederum Peter die Möglichkeit gab, Figuren zu fesseln. Er zog seine Dame nach c2, was den gegnerischen Turm auf f5 fesselte, hinter dem auf g6 der König stand. Dieser Turm drohte zwar ein Grundreihenmatt auf f1, aber dazu musste er erstmal aus der Fesselung raus, was nur durch Ziehen des Königs möglich war. Stattdessen verdoppelte sein Gegner die Türme, was an der Situation aber nichts änderte, denn der vordere Turm war nach wie vor gefesselt. Allerdings war nun Peter am Zug und konnte nach Ziehen des g-Bauern im darauf folgenden Zug den gefesselten Turm abgrasen. Ein paar Züge ging es noch weiter, aber mit einem Turm mehr brannte natürlich nichts mehr an.

Mit diesem Sieg konnten wir das Ergebnis immerhin noch auf 3:5 verbessern. Als nächstes spielen wir am 13. Oktober auswärts gegen SF Gelsenkirchen 1, die ihr Auftaktmatch gegen Recklinghausen Altstadt 1 mit 5:3 gewannen.

Viele Grüße,

Rainer

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